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Galápagos-Inseln




NASA-Satellitenfoto

Die Galápagos-Inseln (offizieller Name Archipiélago de Colón, dt. Kolumbusarchipel) sind eine Inselgruppe im Pazifischen Ozean und gehören zu Ecuador. Es gibt 13 große Inseln (Santiago, Santa Cruz, Floreana, San Cristobal, Española, Genovesa, Santa Fe, Isabela, Fernandina, Darwin, Roca Redonda, Marchena, Pinta), 8 kleine Inseln und etwa 40 winzige Inselchen. Etwa 18.500 Menschen (2001) bewohnen die Inseln.

Table of contents
1 Geschichte
2 Literatur
3 Weblinks

Geschichte

Die Inselgruppe wurde zunächst als 'Islas Encantadas' (Verzauberte Inseln) bezeichnet, da niemand so weit draußen im Ozean noch Inseln vermutet hätte und starke Strömungen in und um die Inseln herum bei den Seefahrern leicht den Eindruck erwecken konnten, die Inseln selbst änderten immer wieder ihre Lage. Erst im 19. Jahrhundert benannte man die Inseln nach den dort vorkommenden Riesenschildkröten in 'Galapagos' um.

Naturgeschichte

Die Galápagos-Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Die tektonische Platte (Nazca-Platte), auf der die Inseln liegen, bewegt sich über eine Magmakammer, die auch heute noch vulkanische Aktivität auf einer Reihe der Inseln bewirkt.

Obwohl die Inseln in der Nähe des Äquators liegen, ist das Klima aufgrund des mit 20 Grad Celsius relativ kühlen Meerwassers (vom Humboldtstrom und von aufsteigendem Tiefenwasser) eher gemäßigt. Dieses nährstoffreiche Tiefenwasser wiederum ist verantwortlich für den Artenreichtum um die Insel herum.

Die Galápagos-Inseln kennen eine Regenzeit, die mit einem Gipfel im April von Januar bis Juni dauert. Das übrige Jahr fällt fast kein Niederschlag.

In so genannten El-Niño-Jahren verändern sich sowohl die Meeresströmungen als auch die Niederschlagsmengen. Das ausbleibende Tiefenwasser dezimiert alle auf das Meer angewiesenen Arten, während die hohen Regenmengen ein überdurchschnittliches Pflanzenwachstum und einen daraus folgenden Tierreichtum auf den Inseln zur Folge haben.

Aufgrund ihrer Entfernung von anderen Landmassen zeichnen sich die Galápagos-Inseln durch eine Vielzahl endemischer Tier- und Pflanzenarten aus. Leider haben die Einführung fremder Arten sowie die Jagd im 19. Jahrhundert viele dieser einzigartigen Tierarten (z. B. die riesigen Landschildkröten) fast zum Aussterben gebracht.

Charles Darwin und die Galápagos-Inseln

Die Galápagos-Inseln sind insbesondere durch Charles Darwin bekannt geworden, dessen Evolutionstheorie dort eine Reihe von Anstößen erhielt.

Heute bieten die Galápagos-Inseln ein ideales Freilandlabor zur Beobachtung der Evolution. Insbesondere die Arbeiten von Rosemary and Peter Grant über einige Arten der Darwinfinken gelten als bahnbrechend. Auf einigen der kleinen Inseln war es ihnen möglich, über mehr als 20 Jahre hinweg jedes der bis zu 2000 Individuen der dort lebenden Finken durch Beringen zu verfolgen. Entgegen ihrer Erwartungen (und denen der übrigen Fachwelt) konnten sie den Einfluss der natürlichen Selektion auf die Finkenpopulationen in diesem kurzen Zeitraum nachweisen.

Literatur

Jonathan Weiner: "Der Schnabel des Finken oder Der Kurze Atem der Evolution" (dt. 1994) (original: The Beak of the Finch: A Story of Evolution in Our Time)

Weblinks




     
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