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Funkrufname



Ein Funkrufname dient der eines Teilnehmers im Sprechfunkbetrieb. Gerade in größeren Funknetzen sollte im Vorhinein, eine geregelte Benennung erfolgen.

Funkrufnamen beziehen sich meist nicht auf einzelne Personen, sondern auf bestimmte Fahrzeuge oder bzw. Funkgeräte.

Je nach Organisation sehen Funkrufnamen verschieden aus. Arbeiten mehrere Organisationen in einem gemeinsamen Funknetz, so sind Vereinbarungen, die für alle Organisationen gelten notwendig.

Die Funkrufnamen sind jeweils ein wesentlicher Teil der Funkordnung.

Der Bezeichnung erfolgt i. d. R. einem bestimmten Schema:

Table of contents
1 Funkbezeichnungen in Deutschland
2 Funkbezeichnungen in Österreich

Funkbezeichnungen in Deutschland

Folgende Funkbezeichnung der BOS exisitieren in Deutschland:

Funkrufname 4m-Band Organisation
Florian Feuerwehr
Heros Technisches Hilfswerk
Christoph Rettungshubschrauber
Kater Katastrophenschutz
Sama Arbeiter-Samariter-Bund
Rotkreuz DRK
Pelikan DLRG
Akkon Johanniter Unfallhilfe
Johannes Malteser Hilfsdienst
Äskulap Leitender Notarzt (nicht überall)
Bergwacht Bergwacht
Leitstelle/Zentrale Funkzentrale

Ortskennungen

Bei ortseigenen Fahrzeugen enthält die Ortskennung meist den Name oder die Abkürzung des Ortes/ der Stadt. Bei kreiseigenen und überörtlichen Fahrzeugen wie dem Gefahrstoffzug oder Sonderfahrzeugen, bzw. bei Fahrzeugen, die einer kreisweiten Organisation gehören, ist die Ortskennung in der Regel der Name oder die Abkürzung des Landkreises. In anderen Bundesländern wird grundsätzlich der Name des Landkreises bzw. des Leitstellenbereichs verwendet.

Fahrzeugkennungen

Feuerwehr

Die Fahrzeugkennung der Feuerwehr sind meist folgendermaßen aufgebaut:

Beispiel: Florian München 11/33/1

Ziffernposition Bedeutung Beispiel
1 Dienstkennung 1 - Feuerwehr
2 Standort 1 - Erste Wache der Stadt
3 und 4 Taktische Kennung 33 - Drehleiter DL23-12
5 Fahrzeugnummer 1 - Fahrzeug 1 der Wache

Der Aufbau der Funkrufnamen ist Angelegenheit der einzelnen Bundesländer, dies führt dazu das nahezu jedes Bundesland sein eigenes Schema verwendet. Der oben beschriebene Aufbau gilt z.B. nicht in Niedersachsen und Hamburg, die Zuordnung von taktischen Kennungen zu Fahrzeugtypen unterscheidet sich de facto zwischen allen Bundesländern (wenn auch häufig nur an wenigen Positionen)

Taktische Kennungen in Bayern
Hinweis: Einzelne Bundesländer weichen in ihren Bezeichnungen und Funkkennern ab!

Weitere Dienste

Das THW verwendet ein ähnliches System wie die Feuerwehr:
Bei der Polizei gibt es keine Einteilung nach (taktischen) Fahrzeugtypen. Dort sind die Fahrzeuge meist nach Funkverkehrskreis und Nummern in Kombination mit Buchstaben sortiert.
Die Funkrufnamen und Funkkenner werden durch die Bundesländer geregelt.

Die Rettungsdiensteinheiten sind nicht bundeseinheitlich genormt. Teilweise werden taktische Kennzahlen aus obiger Liste verwendet oder auch eigene. Dies hängt vom Bundesland und der Betreiberorganisation ab.

Funkbezeichnungen in Österreich

Da es in Österreich kein einheitliches Funknetz für die BOS gibt, brauchen die einzelnen Organisationen relativ wenig Rücksicht nehmen. Übliche Namen in den Organisationen sind:

Funkbezeichnungen bei den österreichischen Feuerwehren

Während bei den Ortsfeuerwehren der Ortsname integraler Bestandteil des Funkrufnamens, wird im
KHD die Nummer der jeweiligen KHD-Einheit verwendet.

Dem Ort oder der Nummer wird eine Kurzform der Bezeichnung des Fahrzeuges vorangestellt. So gibt es beispielsweise:

In manchen Bundesländern wird aber immer mehr im Laufe eines Einsatzes auch der persönliche Name verwendet, da man ja oft die Person selbst ruft und nicht weiß, hinter welchem Funkrufnamen die jeweilige Person steckt. So ist es ohne weiteres möglich Meier von Müller kommen zu rufen.

Siehe auch: THW, Polizei, Portal Feuerwehr, Themenliste Feuerwehr, Funkalphabet

  



     
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