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Flamenco



Flamenco ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Liedern und Tänzen aus Andalusien, maßgeblich hervorgegangen aus der Bevölkerungsgruppe der Gitanos. Der Flamenco besteht aus dem Cante (Gesang), Toque (Spiel der Gitarre, Rhythmus) und dem Baile (Tanz). Der Flamenco hat hörbar arabische Einflüsse, was man daran (im Gegensatz zur in der westeuropäischen Harmonik) erkennt, dass statt Halbtöne auch Vierteltöne verwendet werden. Das macht diesen Gesang äußerst schwierig und für Nichteinheimische kaum verständlich, da die coplas (Lieder bzw. Texte) oft sehr lokalgebunden und deswegen in starken Dialekten vortragen werden. Die Gitarre ist mit ihren vielfältigen Fingertechniken der rechten Hand ebenfalls sehr anspruchsvoll und nicht für Anfänger geeignet. Es gibt neben den Wechselschlagtechniken Appoyando und Tirando noch die äußerst charakteristischen Rasgueados, welche man durch ein schnelles herunter und rauf"schrabbeln" der Finger macht. Zu den eingängigsten Harmonieformen des Flamenco gehört der Malagueña mit der Akkordfolge a,G,F,E.

Man unterscheidet generell den cante grande oder cante hondo vom cante chico: das ist in etwa die E-Musik und die U-Musik des Flamenco. Wer erlebt hat, mit welcher Inbrunst ein sog. cante chico wie die Alegrías vorgetragen werden kann, wird diese Begriffe mit Vorbehalt benutzen.

Typisch für den cante hondo sind u.a. die Seguiriyas, der Taranto, der Fandango, die Soleá (oder Soleares), die Malageñas

Typische Vertreter des cante chico sind Alegrías, Bulerías, der Tango flamenco, die Rumba und auf jeden Fall auch die bekannten Sevillianas.

Viele dieser Formen waren und sind regionale Spezialitäten, so z.B.

Mit der Musik abschließend und zum nächsten Berreich, dem Tanz kommend, dürfen natürlich die Kastanietten (castañuelas) und das rhythmische Klatschen (las palmas oder allgemein el jaleo) nicht vergessen werden. Der Tanz aber ist das Zentrum des Flamencos. Was auch nicht verwunderlich ist, da chronologisch erst der Tanz aufkam, dann der Rhythmus und zuletzt die Gitarre. Der Tänzer braucht höchste Konzentration. Er ist völlig im Bann des Geschehens und lässt sich von der Musik leiten. Er kann - und die meisten guten Tänzer tun das auch - in völlige Ekstase gelangen. Die Einheimischen sprechen in diesem Fall von dem Duende, dem Geist des Flamencos, der ihn gepackt hat.

Der Flamenco ist eine echte Volkskunst. In peñas flamencas (eine Art Verein) werden wöchtentlich Künstler eingeladen und gemeinsam angesehen und angehört.

Table of contents
1 Berühmte Musiker
2 Berühmte Tänzer
3 Berühmte Sänger
4 Weblinks

Berühmte Musiker

Berühmte Tänzer

Berühmte Sänger

Weblinks




     
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