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Fiat



Fiat (lat: "es werde"), ist der Markenname des größten italienischen Autoherstellers in Turin, Norditalien. Fiat ist ein Akronym für Fabricca Italiana di Automobili Torino (Italienische Autofabrik von Turin). Gegründet wurde die Firma 1899 von acht Gründungsmitgliedern, unter ihnen Sen. Giovanni Agnelli, der Großvater des bisherigen Präsidenten Gianni Agnelli. Von 1960 bis heute hat sich Fiat zu einer internationalen Firmengruppe entwickelt, die weitaus mehr herstellt als nur Autos. Fiat ist im Versicherungsgeschäft sowie in der Bankenlandschaft präsent und stellt u. a. Bauteile für Kernkraftwerke her. Auch die Neigezugtechnik deutscher ICEs stammt teilweise von FIAT (Ferroviaria). Die Mitte der 80er Jahre beginnende verfehlte Modellpolitik sowie mangelnde Qualität der Fahrzeuge stürzte Fiat in eine tiefe Krise. Selbst Erfolgsmodelle wie der Fiat Punto konnten den Verfall des Konzerns nicht verhindern. Kritiker sehen die Hauptschuld bei Giovanni Agnelli dem 2003 verschiedenen Fiat-Vorstandsvorsitzenden. Analysten sind sich darüber einig, dass der Sohn des Fiat-Gründers durch verfehlte Managementpolitik das Unternehmen schwer beschädigt habe. Der ebenfalls kürzlich verstorbene letzte Sohn der Agnelli-Dynastie, Umberto Agnelli, leitete ein umfassendes Restrukturierungsprogramm ein um die Fiat-Gruppe zu retten. Die Familie Agnelli unterstütze das Hilfsprogramm ihrerseits mit einer Finanzspritze von 750 Mio. Euro. Gerade als die umfassenden Strukturierungsmassnahmen zu greifen begannen - Fiat brachte neue vielversprechende Modelle wie den Minivan "Idea" mit höheren Qualitätsansprüchen auf den Weg - verstarb am 27. Mai 2004, mit Umberto Agnelli der letzte Enkel des Firmengründers. Anleger und Arbeiter der Fabricca Italiana di Automobili Torino hoffen nun, dass der Nachfolger mit gleichem Elan den Plan der Sanierung Fiats verfolgt.

Automarken, die zu Fiat gehören - Ferrari, Lancia, Autobianchi (schon vorher von Lancia aufgekauft), Alfa Romeo, Maserati, Innocenti, OM, Iveco.

Berühmte Fahrzeuge:

Leitung

Seit
15. November 2003 ist der Österreicher Dr. Herbert Demel Vorstandsvorsitzender von Fiat. Der gebürtige Wiener, der erst vor einem Jahr die Führung des Autozulieferers Magna Steyr übernommen hatte, wird Giancarlo Boschetti an der Spitze des Autokonzerns ablösen. Demel hatte lange für VW gearbeitet und war bis vor einem Jahr Vorstandschef der brasilianischenen VW-Tochter. In seiner Zeit bei Audi machte er das Ingolstädter Unternehmen mit Neuheiten wie dem Audi TT zu einem ernst zu nehmenden Wettbewerber gegenüber dem Lokalrivalen BMW.

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