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Euphemismus



Euphemismus (von griech. euphemein = schönreden) bezeichnet Wörter, die einen Sachverhalt beschönigend darstellen. Das Gegenteil ist die Pejoration. Was ein Euphemismus ist und was nicht, ist auch ein Kampffeld von Ideologien: so kann ein für Geld arbeitender Mensch verschieden bezeichnet werden: "Arbeitnehmer", "Lohnabhängiger", "Mitarbeiter" oder "Arbeiter". Auch die Vulgärsprache der Ganoven enthält Euphemismen. So stehen die Begriffe "Bleispritze" oder "Engelmacher" für eine tödliche Schusswaffe.

Table of contents
1 Beispiele (Alltag)
2 Beispiele (Politik)
3 Euphemismus-Tretmühle
4 Siehe auch

Beispiele (Alltag)

Aus dem Büroalltag:

Beispiele (Politik)

Euphemismus-Tretmühle

Der Philosoph Steven Pinker betrachtete die so genannte "euphemism treadmill" (Euphemismus-Tretmühle) - den Effekt, dass euphemistische Neologismen alle negativen Assoziationen der Wörter aufnahmen, die sie ersetzten. Im Deutschen wird diese semantische Abwertung auch "Bedeutungsverschlechterung" genannt.

Ein deutsches Wort in diesem Zusammenhang ist das euphemistische Wort "Abwickeln", welches das Wort "Schließung von Betrieben und Einrichtungen" ersetzen sollte, aber den negativen Charakter übernahm.

Ebenso darf man wohl behaupten, dass die Assoziationen mit z.B. den Wörtern "Behinderter" oder "Azubi" sich bei vielen Menschen nicht von denen unterscheiden, die früher "Krüppel" und "Lehrling" hatten. Beispielsweise wurde das Wort "behindert" schon bald nach seiner Einführung in den Alltag ebenso für viele Menschen zum Schimpfwort wie einst "Krüppel". Beispiel: Krüppel -> Invalide -> Behinderter -> Mensch mit Behinderung -> (Mensch mit besonderer Befähigung - im Englischen angegeben, auch in der deutschen Wikipedia unter Invalide -> Behinderter, ist aber noch völlig ungebräuchlich.)

Siehe auch


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