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Erziehung



Table of contents
1 Begriffsbestimmung
2 Nähere Erläuterung
3 Anti-Erziehung
4 Weblinks

Begriffsbestimmung

Unter dem Begriff Erziehung versteht man:

1 den Vorgang des Erziehens. Das ist die das Beibringen von Verhaltensweisen (Prägung) von Kindern und Jugendlichen, in der Regel, um sie fähig zum Leben und Überleben in der Gesellschaft zu machen ("fit for life"). Das ist oft gleichbedeutend mit Bildung. Im übrigen bedeutet der englische Ausdruck "education" Erziehung und Bildung.

2 Das Wort Erziehung bezeichnet auch die eigene Erziehung, also das, was uns Eltern, Verwandte, Schule und andere pädagogische Einrichtungen als Prägung mit auf den Weg ins Erwachsenenleben mitgegeben haben.

3 Als Suffix in z.B. Musikerziehung, Sporterziehung, Verkehrserziehung für die Ausbildung von speziellen Fähigkeiten.

Nähere Erläuterung

Die folgende Erläuterungen von Erziehung als Vorgang soll den Begriff des Erziehens unter erziehungswissenschaftlichen Gesichtspunkten näher definieren.

In der Pädagogik versteht man unter Erziehung das absichtliche (also nicht im Affekt) Bereitstellen oder Ausnützen von Lernmöglichkeiten! Dabei geht man bewusst, planvoll, methodisch und zielgerichtet vor und kann dieses Vorgehen auch verantworten. Das heißt, der Erziehende macht sich vorher darüber Gedanken, was er erreichen möchte. Er überlegt sich die Erziehungsziele, die dazu passenden Methoden die Ziele zu realisieren und kann auch begründen, warum dieses Vorgehen nötig ist.

Dieser Vorgang geschieht grundsätzlich in personaler Interaktion. Das heißt, der Erzieher reagiert auf ein Verhalten des Zu-Erziehenden (früher auch: "Zögling") und/oder umgekehrt. Die dabei entstehende Wechselwirkung (keine Manipulation) zwischen Erzieher und Zu-Erziehende unterscheiden die Erziehung von der bloßen Konditionierung.

Auch wenn es nicht immer direkt den Anschein hat, der Großteil der elterlichen Erziehung, der Didaktik in der Schule und der außerschulischen Pädagogik folgt, diesem Schema. Viele der Erziehungsziele, und Methoden sind so tief gesellschaftlich verankert, dass sie für die meisten als normal angesehen werden ? weshalb man nicht viel darüber nach denkt. Erst, wenn beim Zu-Erziehenden abnorme Verhaltensweisen auftreten, werden Fragen nach der ? "richtigen" Erziehung gestellt.

Siehe auch: Portal Pädagogik, Geschichte der Pädagogik, Sozialpädagogik, Bildung, Schule, Internat, Kindergarten, Jugendarbeit, Hilfe zur Erziehung, UNESCO, UNICEF.


Anti-Erziehung

Der nachstehende Link entspricht in seiner radikalen Ansicht nicht der allgemeinen Lehrmeinung. Er zeigt aber mit seiner Grundsatzkritik an Erziehung einige Probleme und Gefahren jener auf.

http://kraetzae.de/erziehung/erziehen_ist_gemein/

Siehe auch: Antipädagogik

Weblinks




     
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