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Endurance



Die Endurance war das dreimastige Expeditionsschiff der "Imperial Trans-Antarctic Expedition", die unter der Leitung von Ernest Shackleton stand und am 1. August 1914, wenige Tage bevor Großbritannien Deutschland den Krieg erklärte, die Docks von London in Richtung Antarktis verließ.

Gebaut wurde die Endurance in Norwegen durch die Werft Framnaes und trug bei ihrem Stapellauf am 17. Dezember 1912 den Namen "Polaris". Sie war 43,8 m lang, 7,62 m hoch und wog 350 Tonnen. Neben Segeln besass sie eine 260 kW starke Dampfmaschine, die eine Topgeschwindigkeit von 10 Knoten (19 km/h) erlaubte. Sie war mit ihrer stabilen Bauuart für polare Bedingungen ausgelegt, das verwendete Holz war Grünherz, ein sehr stabiles Tropenholz. Konstruiert war das Schiff, dass es dem Druck der Eismassen möglichst wenig Angriffsfläche bot. MIt 28 cm Dicke waren die Spanten doppelt so massiv ausgelegt, wie das bei herkömmlichen Seglern dieser Größe sonst der Fall war.

Auftraggeber des Baus waren Adrein de Gerlache und Lars Christensen, die sie eigentlich für Polarkreuzfahrten eher touristischen Charakters verwenden wollten. Aufgrund finanzieller Probleme war Christensen jedoch froh, sein Schiff an Shackleton für 11.600 britische Pfund verkaufen zu können - einem Betrag, der unter den ursprünglichen Baukosten lag. Nach dem Motto seiner Familie Fortitudine vincimus benannte Shackleton sie in "Endurance" um.

Die Endurance bewältigte die Fahrt in die Antarktis problemlos. Bevor jedoch die Mannschaft der Endurance aufs Festland der Antarktis übersetzen konnte, um wie geplant die Antarktis zu überqueren, wurde die Endurance im Januar 1915 vom Packeis des Weddell Meers eingeschlossen wie "eine Mandel in einem Stück Schokolade" - so der viel gebrauchte Vergleich. Nachdem die Endurance über 281 Tagen der Gewalt des Packeises widerstand, wurde sie am 21. November 1915 davon zerdrückt. Das Expeditionsteam hatte sich auf das Treibeis gerettet und Sir Ernest Shackleton beobachtete ihren Untergang von einer Erhebung aus. Frank Worsley, Skipper der Endurance, beschrieb in seinem Tagebuch den für das Expeditionsteam so schrecklichen Moment:
"When one knows every nook and corner of one's ship as we did, and has helped her time and again in the fight that she made so well, the actual parting was not without its pathos, quite apart from one's own desolation, and I doubt if there was one amongst us who did not feel some personal emotion when Sir Ernest, standing on top of the lookout, said somewhat sadly and quietly, "She's gone, boys."

Dank einer seemännischen und navigatorischen Meisterleistung gelang es Ernest Shackleton mit Hilfe dreier Rettungsboote, die man von der Endurance retten konnte, sein Expeditionsteam ohne Verluste aus dieser desolaten Lage herauszuführen. (s. Ernest Shackleton, Expedition Endurance)

Zur Erinnerung an die Endurance trägt ein Eisbrecher der Royal Navy noch heute den Namen HMS Endurance.




     
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