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Elephant Island



Elephant Island (geografische Lage: 61° 01' südliche Breite und 54° 54' westliche Länge), ist eine felsige Insel nordwestlich des Antarktischen Kontinents am östlichen Rand der Südlichen Shetlandinseln im Südlichen Ozean; 1300 Kilometer südwestlich von Südgeorgien. Die Insel erhielt ihren Namen aufgrund ihres Reichtums an elephant seals (Nördlicher See-Elefant), als sie 1821 vom britischen Walfänger George Powell entdeckt und für die britische Krone in Besitz genommen wurde.

Die Insel ist etwa 10 km lang und 2 km breit; die Berge sind bei der Pardo Ridge bis zu 850 Meter hoch. Bekannte Punkte sind die Nordost- und die Südspitze der Insel, genannt Cape Valentine und Cape Lookout, sowie Cape Wild, eine markante Formation an der Nordküste. Die Insel besitzt aufgrund des widrigen Klimas kaum Flora oder Fauna, nur einige Eselspinguinkolonien und Robben leben hier. Zu bestimmten Zeiten kann man auch Zügelpinguine finden, die zum Nestbau auf die Insel kommen.

Mangels sicherer Schiffslandeplätze ist die Insel zu keiner Zeit von Menschen bewohnt gewesen, obwohl sie als ein sehr guter Standort zur Versorgung der Antarktischen Forschungsstationen rund um das Weddellmeer und von Walfangstationen dienen könnte. Heute wird sie gelegentlich von Touristenschiffen besucht, wobei eine Landung in Schlauchbooten wegen der widrigen Windverhältnisse nur äußerst selten gelingt. Ein Veranstalter von Abenteuerreisen in diese Region berichtete, dass von 50 Versuchen lediglich zwei Anlandungen geglückt sind.

Berühmt wurde die Insel, als sie der Mannschaft Ernest Shackletons von April bis August 1916 als Zuflucht diente, als ihr Schiff HMS Endurance von Packeis eingeschlossen und zerstört wurde. Der größte Teil der Gruppe verblieb auf der Insel am Cape Wild, während Shackleton mit fünf Gefährten nach Südgeorgien aufbrach, um Hilfe zu holen. Mit großem Mut gelang es ihnen auf einer abenteuerlichen Reise, die Zurückgebliebenen zu retten.

Am Point Wild wurdem dem Kapitän der Yelcho ein Denkmal errichtet. Dieses Schiff war für die letztendliche Rettung der Mannschaft Shackletons verantwortlich. Auf der Inschrift steht:

"Hier rettete am 30. August 1916 das chilenische Marineschiff "Yelcho", kommandiert von Luis Pardo Villalon, die 22 Männer der Shackleton-Expedition, die die Zerstörung der Endurance überlebt hatten und viereinhalb Monate auf dieser Insel lebten."




     
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