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Elefanten



Elefanten

Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana)
Systematik
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Afrotheria
Ordnung: Elefanten (Proboscidea)
Arten

Die Elefanten (Proboscidea) (von lateinisch elefantus) bilden eine Ordnung der höheren Säugetiere.

Von den Rüsseltieren leben heute nur noch drei Arten, die alle zu den echten Elefanten gehören. Diese sind:

Die Population asiatischer Elefanten auf Borneo wird aufgrund morphologischer Unterschiede (kleinerer Körperbau, größere Ohren) und unterschiedlichen Verhaltens seit 2003 als Unterart des asiatischen Elefanten verstanden. Aufgrund von DNA-Vergleichen wird angenommen, die Population habe sich seit etwa 300.000 Jahren von den restlichen asiatischen Elefanten isoliert entwickelt.

Daneben wird von einer kryptozoologisch interessierten Minderheit von Forschern und Elefanteninteressierten der

als Art vorgeschlagen, was in der Fachwelt bislang nicht akzeptiert ist. Er soll neben dem Waldelefanten (s. u.) im tropischen Regenwald vorkommen.

Der Afrikanische Elefant kommt in drei relativ separaten Populationen vor: In den Savannen des südlichen Afrika, in Westafrika, und im zentralafrikanischen tropischen Regenwald.

Traditionell werden diese Populationen als zur selben Art gehörig betrachtet, und als Unterarten bezeichnet. Neuere Untersuchungen deuten nach Meinung einiger Forscher jedoch darauf hin, dass diese drei Populationen jeweils eine separate Art ("Savannenelefant", "Westafrikanischer Elefant", "Waldelefant") darstellen. Der Status des Waldelefanten als eigene Art gilt durch DNA-Studien heute als belegt. Aus artenschutzrechtlicher Sicht ist eine Anerkennung allerdings problematisch, da mit der Zuerkennung des Artstatus das Elfenbein der Waldelefanten keinem Handelsverbot mehr unterliegt.

Die übrigen Gruppen, die Mammuts, Mastodonten und Deinotherien sind ausgestorben. Alle heute noch lebenden Rüsseltiere sind stark in ihrem Bestand gefährdet, da ihr Lebensraum beständig schrumpft und sie bis in die jüngste Zeit wegen ihrer aus dem wertvollen Stoff Elfenbein bestehenden Stoßzähne gejagt wurden.

Table of contents
1 Mensch und Elefant
2 Stammesgeschichte der Elefanten
3 Referenzen
4 Weblinks

Mensch und Elefant

Der Elefant wird vom Menschen wegen seiner Stoßzähne gejagt. Elefanten sind aber auch Nutztiere und werden vor allem in Entwicklungsnationen z. B. zur Lastenbeförderung eingesetzt. Wegen ihrer Intelligenz und beeindruckenden Größe, sind sie als Dressurtiere im Zirkus verbreitet. In der Antike waren dressierte Elefanten bei der Kriegsführung bedeutsam, siehe auch Hannibal!

Stammesgeschichte der Elefanten

Ausgestorbene Elefanten
Die frühesten Rüsseltiere (Proboscidae) stammen aus dem Eozän vor etwa 50 Mio Jahren. Moeritherium war etwa so groß wie ein Tapir und besaß einen schweineähnlichen Kopf mit einer verlängerten Nasen-Oberlippe sowie leicht verlängerten Schneidezähnen im Ober- und Unterkiefer. Neben Elefantenmerkmalen trug der Schädel auch gemeinsame Merkmale mit dem der Seekühe. Neben diesen sind wohl die Schliefer, kleine murmeltierähnliche Säuger mit Hufen, die nächsten Verwandten der Elefanten.

Aus einer frühen Abspaltung entstanden die Deinotherium-Arten, deren Fossilien auch in Deutschland und Österreich gefunden wurden. Bei diesen Tieren befanden sich die Stoßzähne im Unterkiefer und waren abwärts gebogen. Sie dienten wahrscheinlich als Grabwerkzeuge in sumpfigen Wäldern. Dinotherien wurden bis zu 3,60 m groß und starben während der Eiszeit aus.

Erste Mastodonten tauchten vor etwa 30 Mio Jahren auf, die älteste Form war das Palaeomastodon. Es besaß einen Rüssel aus verlängerter Nase und Oberlippe sowie kurzen Stoßzähne. Die Mastodonten breiteten sich im Verlauf der folgenden 25 Mio Jahren über die gesamte Welt mit Ausnahme Australiens aus. Bekannte Mastodonarten sind die Tiere der Gruppen Mammut (nicht zu verwechseln mit den späteren Mammuts), Gomphotherium und Stegodon. Die letzten Mastodonten lebten zeitgleich mit den Mammuts und starben gegen Ende der letzten Eiszeit aus.

Die Entwicklungslinie zu den so genannten Echten Elefanten begann vor etwa 12 Mio Jahren durch den Primelephas ( nach anderen Quellen durch Stegolophodon). Dieser hatte wie die anderen Mastodonten vier Stoßzähne, daneben aber auch eine Reihe von Merkmalen der späteren Echten Elefanten wie etwa die Kauflächen der Backenzähne, die das Fressen von Gras ermöglichen. Vor rund zwei Millionen Jahren wurde die Welt von einer großen Artenfülle der Deinotherien, der Mastodonten und der Echten Elefanten (Altelefanten) besiedelt. Besonders auf den Inseln Südost-Asiens und des Mittelmeeres fanden sich auch regelrechte Zwergelefanten mit einer Schulterhöhe von etwa einem Meter.

Die bekanntesten fossilen Elefanten sind zweifellos die Mammuts (Mammuthus). Sie gehen mit den beiden heute noch lebenden Elefantenarten auf eine gemeinsame Stammart zurück, die unter den Steppenelefanten zu finden ist. Zum Beginn der letzten Eiszeit wanderten die Vorfahren der heutigen Elefanten gen Süden in wärmere Gebiete während die Mammuts sich durch verschiedene Veränderungen an das kältere Klima anpassten. Zu Beginn der Eiszeit lebte das Steppenmammut Mammuthus trogontherii, welches später durch das Kaltsteppen-Mammut Mammuthus primigenius abgelöst wurde, welches umgangssprachlich auch als Echtes Mammut bezeichnet wird. Das Mammut war dicht behaart und hatte bis zu drei Meter lange, gebogene Stoßzähne sowie sehr kleine Ohren. Die Stoßzähne nutzte es wahrscheinlich zum Graben und Wühlen im gefrorenen Boden. Mit etwa drei Metern Schulterhöhe war es etwa so groß wie der heute lebende Afrikanische Elefant.

Teile von Mammuts werden auch heute noch häufig im sibirischen Dauerfrostboden gefunden. Dabei handelt es sich vor allem um Knochen und Haare, gelegentlich finden sich jedoch auch erstaunlich gut erhaltene Mammuts im Eis. Das Mammutelfenbein wurde von Alters her vor allem in China und Russland zur Elfenbeinschnitzerei genutzt. Die Menschen im späten Pliozän jagten die Tiere, und nach verschiedene Theorien waren sie möglicherweise für das Aussterben der letzten Mammuts verantwortlich. Alternative Theorien gehen von einer Abfolge vieler schwerer Winter und Nahrungsknappheit aus. Die letzten Mammuts lebten wahrscheinlich vor etwa 10 000 Jahren in Sibirien.

Heute leben nur noch drei Elefantenarten auf der Erde. Dabei handelt es sich um den in Indien vorkommenden Asiatischen oder Indischen Elefanten (Elephas maximus) sowie seine afrikanischen Vettern, den afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) und den Waldelefanten (Loxodonta cyclotis). Der Status des Waldelefanten als eigenständige Art war lange umstritten und wird auch heute noch gelegentlich angezweifelt.

Das Verbreitungsgebiet des Asiatischen Elefanten erstreckt sich heute über das gesamte Vorder- und Hinterindien, Ceylon sowie einige der großen Sundainseln. Früher gehörten auch weite Teile Chinas zu diesem Areal. Der Afrikanische Elefant lebte früher auf dem gesamten afrikanischen Kontinent, heute befindet sich seine nördlichste Verbreitungsgrenze im Süden des Sudan. Der Waldelefant lebt in den Regenwäldern Westafrikas, u.a. in Zaire, Kamerun oder der zentralafrikanischen Republik.

In Asien gibt es Elefantenschule, in denen Elefanten teilweise für Touristen, teilweise aber auch für die Arbeit abgerichtet werden. Thailändische Elefantenführer werden Mahut genannt.

Referenzen

Weblinks




     
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