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Dreamcast



Der Dreamcast ist die letzte Spielekonsole der Firma SEGA (Service Games).

Table of contents
1 Technik
2 Fakten und Daten
3 Konkurrenz und Meilensteine
4 Das Leben nach dem (kommerziellen) Tod
5 Spiele-Perlen
6 Weblinks

Technik

CPU : Hitachi SH-4 64-bit à 200 MHz (360 MIPS / 1.4 GFLOPS)
Carte graphique : PowerVR 2 (PVR2DC)
Sound Engine : ARM7 Yamaha AICA 45 MHZ (64 sons simultanés)
Memore vive (RAM) : 16mo
Mémoire vidéo : 16 Mo
Graphisme : 640x480 en true colors
Couleurs affichageables simultanéments : environ 16.770.000 (24bits)
Polygones : 2.5 Million polys/sec
Rendering Speed : 500 M pixel/sec

Fakten und Daten

Zunächst unter den Namen "Katana", "Dural" oder "Black Belt" bekannt, wurde die Konsole am 11. November 1998 in Japan veröffentlicht. Am 9. September 1999 kam sie in den US-amerikanischen- und am 20. September 1999 in die europäischen Märkte. Im März 2001 wurde die Produktion wegen katastrophalen finanziellen Schwierigkeiten des Herstellers Sega eingestellt, dennoch erschienen bis heute noch Spiele in Japan. Die Produktion und Verkauf von Dreamcast-Spielen in Europa und Nordamerika wurde hingegen schon 2002 gestoppt.

Das Wort Dreamcast setzt sich aus den englischen Wörtern Dream (Traum) und Cast (Übertragung) zusammen. Die häufig verwendete Abkürzung lautet "DC". Schreibweisen wie "Dream-cast", "DreamCast" oder "Dream Cast" sind falsch.

In Japan und den US-amerikanischen Märkten wurde Dreamcast unter einem orangefarbenen Symbol veröffentlicht, welches umgangssprachlich "Kringel" genannt wurde. Die europäische Version des Dreamcast-Logos wurde aufgrund von rechtlichen Konflikten mit der deutschen Kinderbücher-Firma Tivola, die einen ähnlichen orangen Kringel als Firmenlogo besitzt, blau eingefärbt.

Die Dreamcast war die erste Spielkonsole, mit der man online spielen konnte. Wie bei aktuelleren Spielkonsolen, gab es damals bereits ein eingebautes Modem und separat einen Breitbandadapter.

Konkurrenz und Meilensteine

Zu seiner kommerziellen Glanzzeit (1999 - 2001) konkurrierte der Sega Dreamcast vor allem in Japan mit der Sony PlayStation, in Europa und den USA zudem noch mit dem Nintendo 64. Durch den enormen Hype der PlayStation 2 seitens der Massenmedien entstand indirekt noch ein weiterer Konkurrent. Durch enorme Promotion-Fehler seitens Sega und der Lobeshymnen für die damals noch nicht erschienene PlayStation 2 errang der Dreamcast leider keine breite Käuferschicht. Dies lag jedoch nicht an der Qualität der Spiele, sehr viele Software-Titel stellten eine Revolution in der Videospiele-Geschichte dar. So war beispielsweise das Spiel "Phantasy Star Online" das erste Online-Videospiel, das weltweit erschien, mit "Soul Calibur" wurde eine neue grafische Schwelle übertreten, die sich bis in die heutige Zeit selbst auf Konsolen wie der Xbox nur minimal verändert hat. Erstmals gab es einzelne, im Wind wehende Haare und hochauflösende Texturen zu bestaunen. Sega führte auch erstmals den "50/60Hz"-Auswahlbildschirm für europäische Spiele ein, womit selbst auf PAL-Fernsehgeräten in 60Hz gespielt werden konnte. Dies bedeutete eine schnellere und ruckelfreie Spielgeschwindigkeit. Später kopierten andere Software-Firmen diese Option und diese ist nun auch in Spielen für die Xbox, PlayStation 2 und GameCube zu sehen.

Das Leben nach dem (kommerziellen) Tod

Weltweit wurden schätzungsweise 8 bis 10 Millionen Dreamcast-Geräte verkauft. Den größten kommerziellen Erfolg erzielte man in Nordamerika, nach einigen Anlaufschwierigkeiten besserte sich auch der Verkauf in Europa gegen Ende der Produktion. In Japan gelang aufgrund fehlender RPG-Blockbuster ("Role-Playing-Games", ein für den japanischen Markt sehr wichtiges Spiele-Genre) nie ein großer Durchbruch. Umso erstaunlicher, dass nach der Einstellung des Dreamcast im März 2001 Sega America sich sehr schnell aus dem Dreamcast-Business zurückzog und heutzutage sogar alle Verweise auf den Dreamcast auf ihrer offiziellen Website gelöscht haben. In Europa bemühte man sich, den Fans noch einige Spiele zu präsentieren, durch Zusammenarbeit mit "Bigben Interactive" gelang es sogar, einige eigentlich nur noch für den japanischen Markt bestimmte Spiele, wie z.B. "Shenmue II" oder "Rez", noch nach Europa zu bringen. Nach 2002 stellte man aber auch hier die Produktion von Dreamcast-Spielen ein. In Japan, dem schwächsten Markt für den Dreamcast, erscheinen dennoch bis heute noch Spiele, die sich viele Dreamcast-Fans aus Nordamerika und Europa importieren.

Auch wenn in der heutigen Zeit zumindest in Europa und Nordamerika keine offiziellen Spiele mehr erscheinen, so ist die Hobby-Entwickler-Szene besonders in den USA, England, Frankreich, und vereinzelt Deutschland sehr aktiv. Der Sega Dreamcast hat sich in den letzten Jahren dank dem kostenlosen Open Source Enwickler-Kit "KallistiOS", und der Tatsache, dass man zum Abspielen von CD-Rohlingen keinen MOD-Chip benötigt, zu einer der interessantesten Plattformen für Hobby-Programmierer entwickelt. Durch die Verwendung von "KallistiOS" dürfen selbstprogrammierte Spiele nun ohne Sega-Lizenz legal vertrieben und sogar verkauft werden. Das erste Spiel aus dieser inoffiziellen Programmier-Szene, dass kommerziell verkauft wurde, war das Tanz-Spiel Feet of Fury des US-amerikanischen Entwicklers Cryptic Allusion im Juli 2003. Zwei Jahre zuvor, 2001, erscheinen von der Firma "bleem!" drei kommerzielle CDs, die die PlayStation-Spiele "Gran Turismo 2", "Metal Gear Solid" und "Tekken 3" auf dem Dreamcast emulierten. Nach einem mehrere Jahre andauernden Rechtsstreit mit Sony, dem Hersteller der PlayStation, verlor die bleem!-Entwicklerfirma sehr viel Geld durch Anwaltskosten und musste ihre Pforten schließen. Dennoch gelang es bleem! als erster Firma, weltweit viel Aufsehen mit ihrem Emulator zu wecken, da er erstmals keine Bibliotheken und Programmroutinen von Sega verwendete. Jedoch wurden die drei bleem!-Emulatoren nicht mit oder durch "KallistiOS" geschrieben.

Viele weitere Programme wie z.B. MP3-Player, Emulatoren für Systeme wie den Super Nintendo, Commodore 64, Atari 2600 und weitere, sowie viele kleinere Spiele wurden im Laufe der Zeit von Hobbyprogrammierern entwickelt und kostenlos im Internet zum Download bereit gestellt. Viele interessante Multiplattform-Projekte, wie beispielsweise das "ScummVM"-Projekt, mit dem man alte Adventures wie "Sam & Max", "Indiana Jones" 3 und 4, "Monkey Island" 1 bis 3, "Simon the Sorcerer" 1 und 2, sowie weitere Grafikadventures, auf verschiedenen Plattformen spielen kann, wurden auf den Dreamcast portiert. Einige Programmierer arbeiten derzeit auch an verschiedenen Konvertierungen des Open Source-Betriebssystems Linux. Bis dato wurde auch schon NetBSD, sowie das Mini-Betriebssystem QNX auf den Dreamcast portiert.

Spiele-Perlen

Bekannte Spiele

Exotische Spiele (da Besonderheit, z.B. späte Veröffentlichung, außergewöhnliches Spielprinzip, Spiele mit großer Fangemeinde, etc.)

Weblinks

Download von kostenloser Software für den Dreamcast




     
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