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Digital Audio Tape



Das Digital Audio Tape (DAT) ist ein digitales Audio-Aufnahmesystem in Form einer Kassette, mit einem auf Spulen aufgewickelten Magnetband.

Das Speichermedium ist eine Kassette, ähnlich der eines VHS-Videorecorders, jedoch wesentlich kleiner. Wie beim Videorecorder werden die Tonsignale im Schrägspurverfahren aufgezeichnet, indem das Band - in Form eines auf dem Tastkopf stehenden Omegas - um einen leicht gegen die Bandebene geneigten rotierenden Kopf geschlungen transportiert wird. Der Umschlingungswinkel beträgt dabei i.d.R. 90°. Dadurch wird der Ton in endlichen Segmenten, die deutlich länger sind als das Band breit, aufgezeichnet und gelesen. Die tatsächliche Bandtransportgeschwindigkeit beträgt 8,15 mm pro Sekunde (im Gegensatz zu 4,75 cm/s bei der Compact Cassette). Durch die mit 2000 UpM rotierende Kopftrommel (üblicherweise mit 30mm Durchmesser) wird eine relative Bandgeschwindigkeit von 313 cm/s (!) erreicht.

Standardmäßig sind DAT-Recorder/-Player für eine Samplingfrequenz von 48000 Hertz ausgelegt. Geräte der zweiten Generation enthalten das "Serial Copy Management System" (SCMS) und ermöglichen seither eine digitale 1:1-Kopie von einer CD mit 44.1 kHz. Digital überspieltes Material lässt sich jedoch auf nicht-Studiogeräten nicht ein weiteres Mal verlustfrei überspielen; erst eine analog erstellte Kopie ist wieder für eine Generation frei von Kopierbeschränkungen (das SCMS-System findet sich so auch in Geräten wie MiniDisc-Rekordern). Weitere Samplingfrequenzen sind je nach Ausstattung 32 kHz, womit auch Longplay-Aufnahmen möglich sind (Verdoppelung der Spielzeit bei einer Verringerung der Bitauflösung von 16 auf 12 Bit) sowie 96 kHz für hochwertige Heim- und Studiogeräte. Longplay- und "High resolution" - Aufnahmen sind jedoch nicht mit jedem Gerät kompatibel. Im Studiobereich gibt es auch Geräte, die mit einer Auflösung von 24 Bit arbeiten.

Qualität und Komfort sind deutlich erhöht gegenüber analogen Tonbandgeräten. Mit einer Samplingfrequenz von bis zu 96 kHz und einer Auflösung von maximal 24 Bit ist das Klangpotenzial höher als das der CD.

Die digitale Speicherung ermöglicht das Hinzufügen von Subcodes zum Nutzsignal. In ihnen können beispielsweise Informationen über Stücknummer, Aufnahmedatum und -zeit, Spielzeit, Restzeit usw. untergebracht sein. Titelanfänge werden über die Startmarkierungen (Start ID) auch im schnellen Suchlauf zuverlässig gefunden. Weiterhin lassen sich Sprung- (Skip) und Endmarken (End ID) setzen, um bestimmte Teile einer Aufnahme einfach überspringen zu können oder das Bandende "vorzuverlegen".

Pro Minute benötigt die Aufzeichnung knapp einen halben Meter. Je nach Samplingfrequenz und Bandlänge sind Spielzeiten von 15 bis 120 Minuten möglich (von der Verwendung von Bändern mit mehr als 60 Metern Länge raten die Hersteller ab, auch wenn dadurch bis zu 360 Minuten Aufzeichnung in Longplay möglich wären). Longplay verdoppelt diese Werte, wohingegen Aufnahmen mit doppelter Samplingfrequenz (96kHz) die Spielzeit halbieren. Die Kassette wird nur in einer Richtung bespielt.

Eine Kassette gleichen Formats wird auch in Computern zur Datenspeicherung in DAT-Streamern verwendet.

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