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Diffusionismus



Der Diffusionismus ist ein theoretischer Versuch, die Ähnlichkeit weit voneinander entfernter Kulturen zu erklären. Von 1900 bis in die 1940er-Jahre galt er als Hauptrichtung der Ethnologie. Aus ihm stammen die Konzepte der Kulturkreislehre, der Kulturhistorischen Schule, der Museumsethnologie und der Historischen Völkerkunde.

Da kulturelle Innovationen Seltenheitswert besitzen, geht man im Diffusionismus von der Konstanz kultureller Phänomene aus. Allerdings wird der Einfluß von Umwelteinflüssen in kulturellen Praktiken vernachlässigt. Daher ist der diffusionistische ein mechanistischer Kulturbegriff. Die Übertragung kultureller Phänomene geschah durch Handels- und Reisekontakte oder durch die Eroberung durch ein fremdes Volk.

Ein diffusionistischer Vergleich einzelner Kulturphänomene brachte zum Beispiel heraus, dass Sanskrit das Fundament der indogermanischen Sprachfamilie ist. Smith und Perry vertraten einen heliozentrischen Diffusionismus der das alte Ägypten als Wiege der menschlichen Kultur identifizierte.

Vertreter des Diffusionismus waren: Friedrich Ratzel, Leo Frobenius

Siehe auch: Portal Ethnologie




     
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