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Desmond Tutu



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Friedensnobelpreis
1984
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Desmond Mpilo Tutu (* 7. Oktober 1931 in Klerksdorp, Südafrika) ist Bischof und Friedensnobelpreisträger.

Table of contents
1 Werdegang
2 Tutus Rolle in der Anti-Apartheid-Bewegung
3 Weitere Auszeichnungen
4 Weblinks

Werdegang

Im Alter von zwölf Jahren zog Desmond Tutu mit seiner Familie nach Johannesburg. Eigentlich wollte er immer Arzt werden, aber diese Ausbildung konnte sich seine Familie nicht leisten und deshalb wurde er Lehrer. (Studium 1951-1953, Arbeit als Lehrer 1954-1958).

1955 heiratete er Leah Nomalizo Tutu. Das Paar hat vier Kinder: Trevor Thamsanqa, Theresa Thandeka, Naomi Nontombi und Mpho Andrea.

Da die südafrikanische Regierung per Gesetz verordnete, dass schwarze Kinder eine schlechtere Ausbildung erhalten sollten als weiße, gab Desmond Tutu den Lehrerberuf auf und wurde 1961 anglikanischer Priester. 1962 bis 1966 lebte Tutu mit seiner Familie in London; zurück in Südafrika, begann er eine universitäre Karriere und wurde, als Höhepunkt, 1975 Dekan von Johannesburg.

1976 wurde Desmond Tutu Bischof von Lesotho, 1978 Generalsekretär des South African Council of Churches. 1984 wurde Desmond Tutu für sein Engagement gegen die Apartheid der Friedensnobelpreis verliehen. 1985 wurde er Bischof von Johannesburg und 1986 Erzbischof.

Tutus Rolle in der Anti-Apartheid-Bewegung

Sein Entschluss, den Lehrerberuf wegen politischer Vorgaben aufzugeben, ließ Tutu zunehmend selber politisch aktiv werden. Seit Anfang der 1970er Jahre nutzte er seine Vorträge, um auf die Situation der schwarzen Bevölkerung aufmerksam zu machen. Als er 1975 Dekan wurde, schrieb er an Premier Voster einen Brief, in dem er die Situation in Südafrika beschrieb als ein "Pulverfass, dass jederzeit explodieren kann". Dieser Brief blieb unbeantwortet, die Situation verschlimmerte sich. Schon 1976, beim Schüler- und Studentenaufstand in Soweto, begann, wovor Tutu gewarnt hatte: der Kampf wurde gewalttätiger. Fortan setzte er sich für einen Wirtschaftsboykott seines Landes ein.

Mit seiner Wahl zum Generalsekretär des Südafrikanischen Kirchenrats konnte Tutu denn auch mit Zustimmung fast aller Kirchen seine Arbeit gegen die Apartheid fortführen. Es gelang ihm, das Interesse der Weltbevölkerung durch seine Publikationen und Auslandsreisen mehr und mehr auf die innenpolitische Lage in Südafrika zu lenken. Auch die Vergabe des Friedensnobelpreises war in dieser Hinsicht sehr nützlich. Zugleich aber konnte sich nun auch der Staatsapparat nicht mehr der Persönlichkeit Tutus entziehen. Die Ausstrahlung, die von dem Mann ausging, vor allem sein unerschütterlicher Glaube eines gewaltlosen Wandels, zog nun mehr und mehr weiße Südafrikaner in seinen Bann. Tutu predigte ständig von einer Aussöhnung zwischen den beiden Bevölkerungsschichte. Er argumentierte, dass wenn der schwarze Mann nicht frei sei, könne es der Weiße erst recht nicht sein, da dieser in ständiger Angst vor dem schwarzen Mann lebe. Diesen Kreis zu durchbrechen könne aber nur gelingen, wenn den Schwarzen ein gleichwertiges Leben gegeben werde.

Mehr und mehr wurde Tutu zu einer Symbolfigur der Schwarzen und sowohl als Gesprächs- wie auch Verhandlungspartner von Seiten der Regierung akzeptiert. Sein Ziel hat Desmond Tutu erreicht. Seit 1995 ist er Vorsitzender der Wahrheits- und Versöhnungskommission in Südafrika.

Weitere Auszeichnungen

Weblinks




     
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