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Düsseldorf



Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Fläche: 217,0 km²
Einwohner: 572.511 (31.12.2003)
Bevölkerungsdichte: 2.638 Einwohner/km²
Höhe: 50 m ü. NN
Postleitzahl: 40000 - 40629 (alt: 4000)
Vorwahlen: 0211
Geografische Lage: 51° 14' nördl. Breite
6° 47' östl. Länge
KFZ-Kennzeichen: D
Gemeindeschlüssel: 05 1 11 000
Gliederung des Stadtgebiets: 10 Stadtbezirke
mit 49 Stadtteilen
Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz
40213 Düsseldorf
Website: www.duesseldorf.de
E-Mail-Adresse: info@duesseldorf.de
Politik
Oberbürgermeister: Joachim Erwin (CDU)
Regierende Partei: CDU
Schuldenstand: 988 Mio. € (Stand: 31.12.03)
Bevölkerung (Stand: 31.12.03)
Arbeitslosenquote: 9,0 % (30.04.04)
Ausländeranteil: 17,8 %
Altersstruktur:
0-18 Jahre: 15,3 %
18-65 Jahre: 66,3 %
ab 65 Jahre: 18,4 %
Düsseldorf ist die Landeshauptstadt und eine der fünf größten Städte des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist damit das politische Zentrum sowie eines der Oberzentren des Landes. Die Stadt ist ferner Sitz des gleichnamigen Regierungsbezirks und bildet einen eigenen Stadtkreis (kreisfreie Stadt).

Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt um das Jahr 1882 die 100.000-Grenze und machte Düsseldorf damit zur Großstadt.

Table of contents
1 Geografie
2 Geschichte
3 Politik
4 Wirtschaft und Infrastruktur
5 Kultur und Sehenswürdigkeiten
6 Persönlichkeiten
7 Literatur
8 Weblinks

Geografie

Düsseldorf liegt in der mittleren Niederrheinebene überwiegend am rechten Ufer des Rheins auf einer von zahlreich verlaufenden Rheinarmen durchzogenen Niederterrassenfläche an der Mündung des Flüsschens Düssel, welches der Stadt den Namen gab. Lediglich der Stadtteil Oberkassel liegt am linken Rheinufer. Die Stadt liegt unweit südlich des Ruhrgebiets. Der höchst gelegene Punkt im Stadtgebiet misst 165 m, der niedrigste Punkt 28 m ü. NN.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Düsseldorf. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden genannt:

Duisburg (kreisfreie Stadt), Ratingen, Mettmann, Erkrath, Hilden, Langenfeld (Rhld.) und Monheim (alle Kreis Mettmann) sowie Dormagen, Neuss und Meerbusch (alle Rhein-Kreis Neuss)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Düsseldorfs besteht heute aus 10 Stadtbezirken, die sich in 49 Stadtteile unterteilen. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung, die 19 Mitglieder hat. Diese werden bei jeder Kommunalwahl neu gewählt. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretungen sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören.

Die 10 Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen:

Geschichte

Die erste schriftliche Erwähnung von Dusseldorp stammt aus dem Jahr 1135. Unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa wurde die nördlich von Düsseldorf gelegene Ortschaft Kaiserswerth zum gut befestigten Außenposten umgewandelt. Dort wurde von Soldaten das Treiben auf dem Rhein scharf beobachtet. Kaiserswerth wurde 1929 Stadtteil von Düsseldorf.

Am 14. August 1288 wurde Düsseldorf von Graf Adolf V. von Berg zur Stadt erhoben. Vorangegangen war eine blutiger Machtkampf zwischen dem Erzbischof von Köln und den Grafen von Berg, der in der Schlacht von Worringen gipfelte, in der die Streitkräfte des Erzbischofs geschlagen wurden. 1385 wurde Düsseldorf die Residenz der Herzöge von Berg. Nach dem Aussterben des jülich-bergischen Regentenstammes 1609 besetzte der spanische General Ambrosio Spinola als kaiserlicher Kommissar 1614 die Stadt.

Nach der Beilegung jenes Erbfolgestreits kam Düsseldorf mit Jülich-Berg an Pfalz-Neuburg und ward Residenz der Pfalzgrafen und nach deren Aussterben des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz. Dieser tat viel für die Stadt, noch mehr der Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz, der Schlösser, Sammlungen, Institute gründete und die Karlsstadt baute.

Seit 1732 befestigt, war die Stadt im Siebenjährigen Krieg 1757 von den Franzosen besetzt und im Juni 1758 vom Herzog Ferdinand von Braunschweig durch Kapitulation eingenommen, jedoch bald wieder verlassen. Im Jahr 1795 wurde sie nach einem heftigen Bombardement durch Kapitulation den Franzosen übergeben und blieb in deren Besitz, bis sie im Frieden von Lunéville 1801 an Bayern zurückgegeben wurde, worauf die Schleifung der Festungswerke erfolgte.

1806 war Düsseldorf Hauptstadt des Großherzogtums Berg und kam mit diesem 1815 an Preußen. Hier wurde die Stadt 1816 Sitz eines Kreises, die Stadt selbst kreisfrei, jedoch bereits 1820 wieder mit dem Kreis Düsseldorf vereinigt. Der Aufschwung der Stadt Düsseldorf zu heutiger Größe begann im 19. Jahrhundert. 1872 wurde Düsseldorf erneut kreisfrei. Gegen 1880 bestand Düsseldorf aus sechs Stadtteilen: der Altstadt (dem ursprünglichen Düsseldorf), auf der Nordseite der Düssel, mit engen und unregelmäßigen Straßen, der Karlsstadt, an der Südostseite der Altstadt (1767 angelegt), der in einiger Entfernung liegenden Neustadt, die 1690-1716 erbaut wurde, der Friedrichsstadt am Südende, der Königstadt und Pempelfort an der Ostseite.

1929 ging der Kreis Düsseldorf im neuen Kreis Düsseldorf-Mettmann auf, der bei der Kreisreform 1975 in Kreis Mettmann umbenannt wurde.

Tabelle: Einwohnerzahlen Düsseldorfs von 1874
Kreise km² Einwohner
Düsseldorf (Stadt) 49 95.458
Düsseldorf (Land) 362 52.994

[Teile der Geschichte Düsseldorfs basieren auf dem Artikel aus Meyers Konversationslexikon von 1888-90.]

Siehe auch Chronik der Stadt Düsseldorf

Eingemeindungen

Folgende Städte und Gemeinden bzw. Gemarkungen oder Teile von Gemeinden wurden nach Düsseldorf eingegliedert (die Zahlen hinter den Orten geben den Flächenzuwachs in km2 wider): ¹ der Monheimer Stadtteil Hitdorf wurde nach Leverkusen eingegliedert. Aufgrund des Gesetzes über Gebietsänderungen im Neugliederungsraum Düsseldorf wurde Monheim mit Wirkung vom 1. Juli 1976 wieder ausgegliedert und zur eigenständigen Stadt erklärt. Lediglich ein kleiner unbewohnter Teil der Urdenbacher Kämpe verblieb bei Düsseldorf. Der ehemalige Stadtteil Hitdorf verblieb weiterhin bei Leverkusen.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind entweder Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1632 ca. 5.000
1703 8.573
1792 18.794
1831 29.233
1871 69.365
1885 115.190
1. Dezember 1890 ¹ 144.642
1. Dezember 1900 ¹ 213.767
1. Dezember 1910 ¹ 358.728
8. Oktober 1919 ¹ 407.338
16. Juni 1925 ¹ 432.633
Jahr Einwohnerzahlen
16. Juni 1933 ¹ 498.600
17. Mai 1939 ¹ 541.410
13. September 1950 ¹ 500.516
6. Juni 1961 ¹ 702.596
31. Dezember 1970 661.000
30. Juni 1975 670.900
30. Juni 1980 592.200
30. Juni 1985 563.600
1. Januar 1989 569.641
30. Juni 1997 571.200
31. Dezember 2003 572.511
¹ Volkszählungsergebnis

Religionen

Düsseldorf gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war dem Achidiakonat des Domdechanten unterstellt. Obwohl die Reformation mehrheitlich Fuß fassen konnte, verblieben auch weiterhin Katholiken in der Stadt. Sie gehrten dann bis 1627 zum Dekanat Neuss bevor Düsseldorf selbst Sitz eines Dekanats wurde. Heute gehören alle katholischen Pfarrgemeinden der Stadt zum Stadtdekanat Düsseldorf, das aus den Dekanaten Nord, Mitte/Heerdt, Ost, Süd und Benrath besteht.

Die Reformation konnte sich ab 1527 teilweise durchsetzen. Dies wurde vor allem durch den Reformkatholizismus von Herzog Wilhelm V begünstigt. Neben dem Psalmengesang wurde auch das Abendmahl in beiderlei Gestalt in der Stiftskirche St. Lambertus eingeführt. Dies war die Gründung der lutherischen Gemeinde. 1571 gab es wieder einen Umschwung am Hofe, demzufolge die Protestanten unterdrückt wurden. Die lutherische Gemeinde und die 1573 gegründete reformierte Gemeinde trafen sich danach heimlich, bis die Unterdrückung ab 1590 beendet wurde. Ab 1609 konnten die Protestanten zunächst ihre Gottesdienste öffentlich abhalten, die Reformierten in ihrem Predigthaus an der Andreasstraße, die Lutheraner an der Bergerstraße. 1614 setzte unter dem katholischen Herrscher Wolfgang Wilhelm wieder die Unterdrückung ein. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts konnten die Protestanten nur heimlich ihre Gottesdienste abhalten. Dann erhielten sie das Recht der freien Religionsausübung. Die erste überlieferte evangelische Predigt in Düsseldorf im Predigthaus an der Bolkerstraße ist aus dem Jahr 1651 erhalten. 1683 konnte sich die reformierte Gemeinde ihre eigene Kirche erbauen, die 1916 den Namen Neanderkirche erhielt. Der Turm wurde 1687 fertiggestellt. Im gleichen Jahr entstand die lutherische Kirche an der Bergerstraße. Gehörte die protestantische Gemeinde Düsseldorfs zunächst zur kölnischen Klasse, später zur Bergischen Synode (1589), so wurde Düsseldorf 1611 Sitz einer eigenen Klasse (Kirchenverwaltungsbezirk).

Nach dem Übergang an Preußen vereinigten sich 1825 die beiden protestantischen Kirchengemeinden zur "Evangelischen Gemeinde Düsseldorf", die zur Superintendentur Düsseldorf gehörte. Bereits 1815 war Düsseldorf Sitz des preußischen Oberkonsistoriums der Provinz Jülich-Kleve-Berg geworden, doch zog dieses bereits 1816 nach Köln um. 1827 gab es in Düsseldorf eine Synode. Die protestantische Gemeinde Düsseldorf wuchs ständig und weitere Kirchen wurden gebaut, so etwa die Johanneskirche am Martin-Luther-Platz (1881), die Christuskirche (1899), die Friedenskirche (1899) und die alte Matthäikirche (1899) sowie die Kreuzkirche (1910). 1905 entstand aus Teilen der Gemeinden Urdenbach und Gerresheim die Kirchengemeinde Eller-Wersten. Durch die Eingemeindungen gab es weitere Kirchengemeinden im Stadtgebiet. Am 1. Oktober 1934 wurde der Sitz des Konsistoriums der rheinischen Provinzialkirche Preußens bzw. der Evangelischen Kirche im Rheinland von Koblenz nach Düsseldorf verlegt. 1936 wurde für alle Düsseldorfer evangelischen Gemeinden ein Gesamtverband gegründet. 1948 wurde die Kirchengemeinde Düsseldorf aufgeteilt. Auch in den Außenbezirken gab es Veränderungen in den Kirchengemeinden.

1964 wurde der Kirchenkreis Düsseldorf in die Kirchenkreise Düsseldorf-Mettmann, Düsseldorf-Nord, Düsseldorf-Ost und Düsseldorf-Süd aufgeteilt, wobei der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann vor allem Kirchengemeinden außerhalb der Stadt Düsseldorf umfasst. Die 3 Kirchenkreise im Stadtgebiet bilden heuten den Kirchenkreisverband Düsseldorf innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland

Die evangelischen und katholischen Gemeinden in Düsseldorf sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK). Dieser Arbeitsgemeinschaft gehören noch folgende Düsseldorfer Gemeinden und Kirchen an: Anglikanische Kirche, Apostolische Gemeinschaft, Christliches Zentrum, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), Evangelisch-Methodistische Kirche (Methodisten), Freie Evangelische Gemeinde, Die Heilsarmee, Herrnhuter Brüdergemeine, Jesus-Haus-Gemeinde, Gemeinde der Altkatholiken, Kommission der Orthodoxen Kirche in Düsseldorf – Verband der Gemeinden (Griechisch-Orthodoxe, Russisch-Orthodoxe, Rumänische Orthodoxe und Serbisch-Orthodoxe Gemeinde), Koptisch-Orthodoxe Kirche und Ukrainisch-Orthodoxe Gemeinde.

Ferner sind in Düsseldorf auch die Neuapostolische Kirche und die Christengemeinschaft vertreten.

Politik

An der Spitze der Stadt Düsseldorf standen im 13. Jahrhundert die Schöffen, die bis 1806 die oberste und mächtigste Klasse in der Stadtverwaltung darstellten. Seit 1303 ist ein Bürgermeister genannt, der anfangs ein Schöffe war. Daneben gab es ab 1358 auch einen Rat, der sich teilweise in einen Alten und einen Jungen Rat aufteilte. Die Mitglieder wurden entweder auf Lebenszeit gewählt (Alter Rat), oder aber auch jährlich bestimmt (Junger Rat). Als herzoglicher Vertreter war ferner ein Schultheiß in der Verwaltung der Stadt beteiligt, der den Titel "Amtmann" führte. Etwa seit dem 15. Jahrhundert gab es neben den genannten Gremien auch einen Gemeindeausschuss von 12 Personen ("Zwölfer"), der an der Wahl des Bürgermeisters teilnahm und zu wichtigen Beschlussfassungen herangezogen war, eigentlich aber keine richtige Bürgerbeteiligung darstellte. Erst in französische Zeit gab es einen Munizipalrat, ab 1815 einen Gemeinderat mit 30 Mitgliedern. Seit 1856 waren es die "Stadtverordneten", später Ratsherren, deren Gesamtzahl sich mehrmals veränderte. Die Leitung der Stadt übernahm in französischer Zeit der Maire, der 3 Beigeordnete hatte. Seit preußischer Zeit trug das Stadtoberhaupt den Titel Oberbürgermeister. 1856 wurde die Rheinische Städteordnung eingeführt.

Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Desweiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.

Oberbürgermeister seit 1815

Oberstadtdirektoren 1946 - 1999

Der Gemeinderat der Stadt Düsseldorf hat seit der letzten Wahl vom 12. September 1999 insgesamt 82 Mitglieder. Diese verteilen sich auf die einzelnen Parteien wie folgt:

Wappen

Das Wappen der Stadt Düsseldorf zeigt in Silber ein blau gekrönter, gezungter und bewehrter zwiegeschwänzter roter Löwe, einen gesenkten blauen Anker in den Pranken haltend. Die Stadtflagge ist rot-weiß belegt mit dem Wappen. Das Wappen wurde der Stadt am 16. Juli 1938 verliehen, ist jedoch schon viele Jahrhunderte überliefert. Bei der obigen Darstellung handelt es sich jedoch um das "inoffizielle Wappen", d.h. es ist vereinfacht bzw. in anderer Farbgebung widergegeben, da die Stadt Düsseldorf eine Veröffentlichung des "offiziellen Wappens" nicht erlaubte.

Der Löwe ist das Wappentier der Grafen von Berg, welche dem Ort Düsseldorf die Stadtrechte verliehen und die über viele Jahre in der Stadt residierten. Der Anker soll die Rheinschifffahrt zum Ausdruck bringen, die für die Stadt eine große Bedeutung hatte.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Düsseldorf unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Freundschaftliche Beziehungen bestehen seit den 1970er Jahren auch mit der norwegischen Stadt Lillehammer und seit 2003 mit der Hauptstadt der Balearen Palma de Mallorca (Spanien).

Wirtschaft und Infrastruktur

, Gehrybautenbauten und Teil des Medienhafens]] Düsseldorf ist eine äußerst wirtschaftsstarke Stadt im Herzen den Ballungsraumes Rhein-Ruhr. In Sachen Produktivität und Wachstumsprognosen belegt die Stadt deutschlandweit Platz 1. Bedeutende Faktoren sind neben der zentralen Lage im bevölkerungsreichstem Ballungsraum Deutschlands auch der drittgrößte Flughafen Deutschlands Düsseldorf International sowie die Messe Düsseldorf mit 25 weltweit führenden Messen.

Düsseldorf ist führender Standort in den Branchen Werbung, Telekommunikation sowie Deutschlands "Stadt der Mode". Hier findet sich mit der "Collections Premieren Düsseldorf" (CPD) die größte Modemesse der Welt. Düsseldorf ist nach Frankfurt die zweitgrößte Banken- und Börsenstadt. Zahlreiche internationale Firmen haben hier ihren Sitz (Metro, Thyssen, E.ON, Henkel), und die größte japanische Kolonie in Europa macht Düsseldorf zum "Nippon am Rhein".

Verkehr

Neben dem Flughafen Düsseldorf, der zu den größten internationalen Flughäfen Deutschlands gehört ist Düsseldorf auch an das Wasserstraßennetz durch einen Rheinhafen angebunden.

Das Stadtgebiet Düsseldorfs ist von folgenden Bundesautobahnen umgeben bzw. wird teilweise von diesen geschnitten: Im Norden die Bundesautobahn A44 Mönchengladbach-Bochum, im Süden die A46 Heinsberg-Hagen, im Westen die A57 Köln-Krefeld und im Osten die A3 Köln-Oberhausen. Ferner führen folgende Bundesstraßen durch die Stadt: B1, B 7 und B 8.

Düsseldorf verfügt über die ICE-Fernbahnhöfe Hauptbahnhof und Flughafen, den Regionalbahnhof Benrath sowie 22 S-Bahn-Stationen. Desweiteren verfügt die Stadt über ein dichtes Netz an Stadtbahnen, Straßenbahnen- und Bus-Linien. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadt wird durch die Rheinbahn, die Regiobahn und die Deutsche Bahn betrieben. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr zu benutzen.

Medien

In Düsseldorf befindet sich ein Studio des öffentlich-rechtlichen Westdeutschen Rundfunks (WDR) sowie des privaten Radio NRW. Ferner ist Düsseldorf Sitz des Privatsenders "Antenne Düsseldorf". Auch das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) hat in Düsseldorf ein Landesstudio.

Als Tageszeitungen erscheinen in Düsseldorf die Westdeutsche Zeitung, die Rheinische Post, die Düsseldorfer Nachrichten sowie eine Lokalausgabe des in Köln erscheinenden Express und eine Lokalausgabe der in Essen erscheinenden Neuen Rhein/Neue Ruhr-Zeitung.

Wochenzeitungen sind das "Düsseldorfer Amtsblatt", der "Düsseldorfer Anzeiger" und der "Rheinbote".

Öffentliche Einrichtungen

]] Die Stadt Düsseldorf ist Sitz folgender Einrichtungen und Körperschaften des öffentlichen Rechts:

Bildung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Museen

Musik

Die "Düsseldorfer Symphoniker" wurden
1846 gegründet. Sie geben zahlreiche Konzerte, vor allem in der Tonhalle Düsseldorf. Ein weiterer bedeutende Klangkörper der Stadt auf dem klassischen Sektor ist der Figuralchor Düsseldorf e.V.

Auf dem Sektor der Unterhaltungsmusik war Düsseldorf in den 1970er Jahren ein Zentrum der elektronischen Popmusik. International bekannt waren und sind vor allem Kraftwerk, aber auch Neu und La Düsseldorf.

Anfang der Achtziger war Düsseldorf neben Berlin und Hamburg Hochburg der deutschen Punk- und NDW-Musik. Die wichtigsten Bands waren Male, Deutsch-Amerikanische Freundschaft, Mittagspause, Fehlfarben, Die Toten Hosen, Der Plan, KFC, Tommi Stumpff und Die Krupps.

Bauwerke

im Medienhafen von Düsseldorf]]
Die umsatzstärkste Geschäftsstraße und eine der bedeutendsten Einkaufsstraßen Deutschlands ist die Shadowstraße. Wegen ihrer städtebaulichen Anlage und ihrer exklusiven Läden bekannter sein dürfte allerdings die
Königsallee, kurz "die Kö". In ihrer Mitte ist der Stadtgraben, an dessen Nordende sich das Wahrzeichen der Kö, die Tritonengruppe befindet.

Die bedeutendsten Bauwerke der Stadt sind:

Parks

Sonstige Sehenswürdigkeiten

Freizeit und Sport

Die Düsseldorfer Altstadt wird wegen der dort befindlichen vielen Kneipen, unter anderem die bekannte Altbierkneipe Uerige, die "längste Theke der Welt" genannt. Bekannt ist auch der Düsseldorfer Karneval, die Radschläger, die Königsallee () und das obergärige Altbier. Konkurrenz bekommt die Altstadt vielleicht durch den modernen Medienhafen mit den architektonisch interessanten Gehry-Bauten und dem neuen künstlich angelegten Sandstrand Monkey's Island (im Sommer).

Bekanntes sportliches Aushängeschild ist immer noch der ehemalige Bundesligaverein Fortuna Düsseldorf. Das Rheinstadion, welches anlässlich der Fußball-WM 1974 erbaut wurde, musste einer neuen Multifunktionsarena weichen.

Noch bekannter als die Fortuna ist aber der Eishockeyverein DEG Metrostars. Als achtfacher Deutscher Meister seit 1967 gehört die DEG auch zu den erfolgreichsten Clubs in Deutschland. Das Eisstadion an der Brehmstraße ist weit über die Grenzen von Düsseldorf hinaus bekannt. Das gilt auch für die Fans, die bis in die 90er Jahre als die Besten der Welt gehandelt wurden.

Nicht zu vergessen ist der Tischtennisverein Borussia Düsseldorf, der zuletzt 2003 Deutscher Meister wurde und neben 20 nationalen Meistertiteln auch 17-facher Deutscher Pokalsieger war, 6 Mal den Europapokal der Landesmeister und 2 Mal den ETTU-Pokal und 2000 die Champions League im Tischtennis gewann. Hinzu kommt ein 3. Platz bei der ersten Weltmeisterschaft für Vereinsmannschaften. Die Borussia darf daher als erfolgreichster Düsseldorfer Sportverein angesehen werden.

Regelmäßige Veranstaltungen

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Düsseldorf vergibt neben dem Ehrenbürgerrecht noch andere Ehrungen und Auszeichnungen. So verleiht sie seit 1972 alle drei bzw. seit 1981 alle zwei Jahre den Heinrich-Heine-Preis an "Persönlichkeiten, die durch ihr geistiges Schaffen im Sinne der Grundrechte der Menschen, für die sich Heinrich Heine eingesetzt hat, den sozialen und politischen Fortschritt fördern, der Völkerverständigung dienen oder die Erkenntnisse von der Zusammengehörigkeit aller Menschen verbreiten". Die Preisverleihung findet am 13. Dezember, dem Geburtstag des Dichters, statt. Bisherige Preisträger siehe den Artikel Heinrich-Heine-Preis.

Weitere Auszeichnungen sind der "Große Ehrenring", der "Jan-Wellem-Ring" und die "Verdienstplakette".

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

Weblinks

Kreise und kreisfreie Städte im Regierungsbezirk Düsseldorf
Düsseldorf | Duisburg | Essen | Kreis Kleve | Krefeld | Kreis Mettmann | Mönchengladbach | Mülheim an der Ruhr | Oberhausen | Remscheid | Rhein-Kreis Neuss | Solingen | Kreis Viersen | Kreis Wesel | Wuppertal

Siehe auch: Nordrhein-Westfalen#Verwaltungsgliederung
(Alle Regierungsbezirke, Kreise und kreisfreien Städte Nordrhein-Westfalens)




     
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