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Cornwall




Cornwall (Kornisch: Kernow, dt. auch Kornwall) ist ein Herzogtum und der südwestlichste Landesteil von Großbritannien im Landesteil England. Der heutige englische Name Cornwall ist vom angelsächsischenen Namen kern-weahlas, die "westlichen Walliser" abgeleitet.

Table of contents
1 Geographie
2 Vorgeschichte und Geschichte
3 Bergbau
4 Kornische Sprache
5 Verwaltungsgliederung
6 Städte und Dörfer
7 Sehenswürdigkeiten

Geographie

Cornwall ist eine Halbinsel, die im Osten an Devon grenzt. Grenzfluss ist der Tamar. Am westlichen Ende befindet sich Land's End. Südlichster Punkt ist The Lizard.

Hauptverbindungsstraßen nach Osten sind die A30 und die A38. Eine Autofähre verbindet Plymouth mit Torpoint. Die Eisenbahnhauptlinie verläuft an der Südküste. Die Intercities enden in Penzance. Größter Hafen ist Plymouth.

Das Klima ist maritim gemäßigt, die Winter besonders mild. Dadurch können an windgeschützten Stellen auch mediterrane Pflanzen wachsen. Aufgrund der klimatischen Besonderheiten gibt es sehr bekannte Gärten mit subtropischen Pflanzen.

Vorgeschichte und Geschichte

Cornwall ist seit der Altsteinzeit besiedelt. In der Jungsteinzeit immigrierten Bauern und Fischer der Megalithkultur, die Hünengräber bei Bodmin und Penwith hinterließen. Am Ende der Jungsteinzeit kamen neue Immigranten, die die Herstellung von Bechern beherrschten und die Bronzeherstellung entwickelten. Im 6. Jahrhundert v. Chr kamen die Kelten von Osten her in das Land und brachten die Kunst der Eisenherstellung und -Bearbeitung mit. 40 n. Chr. eroberten die Römer Britannien, zahlreiche Kelten zogen sich nach Cornwall zurück, das zum Widerstandsnest wurde und von den Römern nicht eingenommen werden konnte. In der folgenden Zeit bekriegten sich die Kelten untereinander, bis sie der Sage nach von König Artus befriedet wurden. Seine Burg soll Tintagel gewesen sein. Im 5. Jahrhundert begann die Christianisierung Cornwalls durch Irische, Walisische und Bretonische Missionare. Auch während der angelsächsischen Periode Englands blieb Cornwall keltisch. Die Eroberung Englands 1066 durch die Normannen unter ihrem Anführer Wilhelm der Eroberer brachte 1072 auch Cornwall unter normannische Herrschaft. Die Cornishmen erhielten sich aber ihre Sprache und Identität. Der englische König Edward III machte Cornwall zur Grafschaft mit einem gewissen Sonderstatus.

Bergbau

Cornwall war die Hauptquelle für Zinn in der Bronzezeit und Antike. Das Zinn wurde zur Bronzeherstellung in den gesamten Mittelmeeraum verschifft. Kornisches Zinn führte zu den Forschungsreisen des Pytheas und zu Handelsreisen der Karthager. Der Haupthandelsweg führte jedoch nach Überquerung des Kanals auf dem Landweg durch Gallien. Die Bergleute von Cornwall zählten zu den Erfahrensten der Welt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts deckte Cornwall mehr als die Hälfte des Weltbedarfs an Zinn. Im 20. Jahrhundert waren die Zinnminen, weitgehend erschöpft, Bergwerke in anderen Ländern konnten billiger produzieren. Bergleute aus Cornwall wanderten nach Amerika aus. Während des Mittelalters war Cornwall als einziger Teil des heutigen Englands nicht von Angelsachsen besiedelt, sondern blieb keltisch. Berühmtester legendenhafter cornischer König ist Artus. Heute wird Cornwall verwaltungstechnisch als County von England behandelt. Gleichwohl ist der juristische Status nicht abschließend geklärt. So hatte der Attorny General to the Duchy of Cornwall Sir George Harrison, 1858 in einem Disput über die Küstengewässer zwischen Cornwall und der englischen Krone ausgeführt, Cornwall sei ein Pfalzstaat, der extraterritorial gegenüber der Englischen Krone sei.

Kornische Sprache

Das Kornische, eine Keltische Sprache, starb angeblich 1777 mit dem Tod der letzten Primärsprecherin Dolly Penthreath als Muttersprache aus. Kornisch ist mit dem Walisischen und dem Bretonischen verwandt, gegenüber der Irischen Sprache und dem Schottischen Gälisch sind die Unterschiede größer. Inzwischen gibt es Anstrengungen, die Sprache wiederzubeleben und sie wurde von der Britischen Regierung als Minderheitensprache anerkannt.

Religiös und politisch gelten die Cornwaller als Nonkonformisten. So gibt es einen Disput, wer Nationalheiliger sein solle, Sankt Michael oder Sankt Piran. Sankt Piran gilt als populärer, sein Zeichen (ein weißes Kreuz auf schwarzem Grund) ziert die Flagge von Cornwall. Sein Namenstag, der 5. März, wird von den Cornwallern auf der ganzen Welt gefeiert. Obwohl seine Flagge von kornischen Sezessionisten als Symbol gewählt wurde, ziert sie auch in apolitischer Bedeutung die Verpackung mancher kornischer Pasteten. Nach dem Niedergang des Zinnbergbaus und den Problemen in Landwirtschaft und Fischerei hängt die kornische Wirtschaft stark vom Tourismus ab.

Verwaltungsgliederung

Der Verwaltungssitz von Cornwall ist in Truro. Die Grafschaft (county) teilt sich in die sechs Bezirke (districts) Caradon , Carrick, Kerrier, North Cornwall, Penwith und Restormel auf. Den Bezirken sind die Gemeinden (parish) und Untergemeinden (sub parish) untergeordnet. Caradon hat 75 Gemeinden mit Verwaltungssitz in Liskeard, Carrick hat 64 Gemeinden mit Verwaltungssitz in Truro, Kerrier hat 75 Gemeinden mit Verwaltungssitz in Camborne, North Cornwall hat 110 Gemeinden mit Verwaltungssitz in Wadebridge, Penwith hat 50 Gemeinden mit Verwaltungssitz in Penzance und Restormel hat 76 Gemeinden mit Verwaltungssitz in St Austell.

Städte und Dörfer

Sehenswürdigkeiten




     
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