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Computerspiel



Computerspiele sind Programme auf einem Computer, die ein Spiel darstellen. Eine besondere Form der Computerspiele sind die Videospiele. Computerspiele sind ein interaktives Medium.

Table of contents
1 Definition
2 Konsumenten
3 Steuerung des Spiels
4 Darstellung des Spiels
5 Wirkungen
6 Inhalt
7 Mehrspieler
8 Beispiele
9 Geschichte
10 Literatur
11 Weblinks

Definition

Das Computerspiel ist ein elektronisches Spiel für einen oder mehrere Spieler, welches auf einem oder auf mehreren (zusammengeschalteten) Computern gespielt wird, über Eingabegeräte gesteuert werden kann und auf einem Monitor (Display) Bilder und/oder Texte ausgibt. Die Plattformen für Computerspiele sind vor allem Personalcomputer (früher Heimcomputer) und Spielkonsolen (siehe Videospiel), aber auch andere Arten von computerisierten Geräten wie z. B. Taschenrechner, PDAs oder Mobiltelefonen.

Ziel des Spiels

Ziel ist es fast immer, das Spiel zu gewinnen und es somit zu beenden. Aber es gibt auch unendliche Spiele, in denen kein Ziel definiert wurde. Bei manchen Spielen werden auch beide Modi angeboten; ein "Kampagnen"- oder "Missions"-Modus mit festgelegten Zielen und ein "Sandkasten"-Modus, ein Endlosspiel ohne Ziel.

Gesetzmäßigkeiten der Scheinwelt

Die "Gesetzmäßigkeiten", nach denen sich diese "Scheinwelt" entfaltet, sind in einem Computerprogramm nach spieldynamischen Grundmustern festgelegt. Die Bilderwelt von Videospielen erinnert oft an Zeichentrickfilme, Bilderbücher und Comics, doch kann der Spieler hier auf die Handlung durch einen "elektronischen Stellvertreter" Einfluss nehmen, indem er einen Joystick, die Maus oder die Computer-Tastatur betätigt.

Anforderungen an den Spieler

Ein weiteres Merkmal von Videospielen sind Leistungsanforderungen an den Spieler selbst. Oft geht es dabei um die Lösung gewisser Probleme im Spiel, wobei es auf geschickte Koordination von Auge und Hand, auf Reaktionsschnelligkeit und räumliches Orientierungsvermögen ankommt, bei anderen Spielgenres aber auch auf Nachdenken und Planung. Der Spieler erhält auf dem Bildschirm und über akustische Signale Rückmeldungen über sein Verhalten im Spiel.

Spiele für Ausbildungszwecke

Diese Eigenschaften können als eines von mehreren Mitteln zur gezielten Ausbildung von Menschen genutzt werden. So setzt beispielsweise das amerikanische Militär selbstentwickelte Videospiele zur Ergänzung der Ausbildung ein.

Frühe Computerspiele

Frühe Computerspiele sind Spacewar und Pong. Ein Vorläufer zu Pong, "Tennis for Two", wurde bereits 1958 von William Higinbotham entwickelt.

Konsumenten

Computerspiele werden von Menschen jeden Alters gespielt. Der typische Computerspieler war 2003 zwischen 18 und 23 Jahren alt und männlich.

Steuerung des Spiels

Wie schon oben beschrieben steuert man ein Computerspiel über Eingabegeräte. Diese Aktion wird dann vom Rechner verarbeitet und führt zu einer Änderung des Programmablaufs, auf die der menschliche Spieler wieder reagieren muß.

Üblicherweise erfolgt die Eingabe per Hand mit der Tastatur und Maus (beim PC) oder dem Gamepad (Konsole). Spiele mit Sprachsteuerung haben sich auf Grund der Fehleranfälligkeit der Spracherkennung noch nicht durchgesetzt. Die Füße werden selten bei Autorennspielen (Steuerung von Gas, Bremse) mit entsprechenden Pedalen genutzt. Spiele, die auf die reine Bewegung reagieren (z.B. durch Kameras) sind kaum vorhanden (Ausnahme: das relativ primitive EyeToy für die Playstation 2).

Darstellung des Spiels

Die heute (2004) üblichen Spiele werden audiovisuell dargestellt, also aus einer Kombination von Bildern und Geräuschen.

Visuelle Darstellung

Man kann grob zwischen maschinellem Text, 2D-Computergrafik und 3D-Computergrafik unterscheiden.

Audio

Die üblichen Computerspiele greift auf gespeicherte Audio-Daten zurück. Manche verwenden auch dynamisch erstelle Soundfiles für noch mehr realität.

Geruch und Gefühl

Wirkungen

Eine mäßige Beschäftigung mit Computerspielen kann die Konzentration, räumliche Wahrnehmung und Reaktion verbessern.

Computerspiel-ähnliche Programme, die zum Erzielen dieser Verbesserungen in in der Ausbildung z. B. beim Militär eingesetzt, werden, sind keine Spiele im eigentlichen Sinne, sondern Simulationen.

Nicht unwesentlich sind auch die sozialen Aspekte, die bei zeitintensiver Beschäftigung mit dem Spiel deutlich werden. Dabei muss man zwischen Einzelspieler- und Mehrspieler-Spielen unterscheiden. Letztere können durchaus zur Basis von vielfältigen gemeinschaftlichen Aktivitäten wie z.B. LAN-Parties werden.

Eine wissenschaftlich noch ungeklärte Frage ist, ob Spiele, die Gewalt darstellen und Brutalität verherrlichen, bei Jugendlichen zu einer Verrohung des Alltagsverhaltens führen, oder ob umgekehrt Jugendliche, die sowieso schon latent gewaltbereit sind, diese Spiele einfach lieber mögen als andere Menschen, aber ohne solche Spiele ebenso gewaltätig würden. Bei übertriebenem Konsum von Computerspielen kann es zu Schlafstörungen, Halluzinationen, Konzentrationsschwächen, Leistungsversagen und Nervosität kommen.

Insbesondere bei 3D-Shootern können bei empfindlichen Personen auch Epilepsieanfälle auftreten, weswegen in vielen Handbüchern Epilepsiewarnungen angebracht sind. Eine ähnliche Krankheit ist die Gaming Sickness; siehe auch Simulator Sickness und Motion Sickness.

Inhalt

Moderne Computerspiele beschäftigen sich mit sehr unterschiedlichen Inhalten und werden in Genres untergliedert, die Bekanntesten sind Action (Ego-Shooter, Taktik-Shooter), Strategie (Echtzeit- oder Runden-Strategie), Sport (Fußball, Rennen), Rollenspiele (u.A. AD&D) und Simulationen wobei letzters ein Grenzfall ist. Die früher sehr beliebten Adventures (z.b. Point-And-Click-Adventures) sterben mehr und mehr aus. Es besteht auch ein Austausch mit anderen Medien. So werden zum Beispiel Elemente oder ganze Welten aus bekannten Filmen übernommen (zum Beispiel in Star-Trek-Spielen) oder auch immer häufiger aus Computerspielen auf andere Massenmedien übertragen, wie etwa Verfilmungen von Tomb Raider oder Resident Evil.

Mehrspieler

Vielen Computerspiele unterstützen auch so genannte Mehrspielermodi (Multiplayer) bei denen dann mehrere menschliche Mitstreiter gegen- oder miteinander spielen können. Gespielt wird entweder am selben PC oder über vernetzte PCs: Häufig auf einer so genannten LAN-Party, wo viele Gleichgesinnte ihre PCs mit einander vernetzen oder per Internet. Bekanntestes Beispiel für solche Spiele ist Counter-Strike.

Beispiele

Warcraft, Starcraft, Age of Empires, Civilization, Europa Universalis, Hearts of Iron, Medieval, UFO Alien Invasion, Thief...

Siehe auch Portal Computerspiele.

Geschichte

Siehe: Geschichte der Videospiele

Literatur

Weblinks

Siehe auch: Portal Computerspiele, Genres, Online-Spiel, Electronic Entertainment Expo, Geschichte der Videospiele, Spiel, Rollenspiel, Chiptune, TheLegacy




     
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