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Comic



Der Comic, von engl. comedy Komödie) ist eine Kunstform (die so genannte Sequenzielle Kunst), die eine Folge von Bildern in fester Reihenfolge benutzt. Den Bildern wird oftmals Text beigefügt.

Table of contents
1 Definition
2 Geschichte des Comics
3 Comic-Kultur
4 Siehe auch

Definition

Nach Scott McCloud sind Comics »Zu räumlichen Sequenzen angeordnete, bildliche oder andere Zeichen, die Informationen vermitteln und/oder eine ästhetischee Wirkung beim Betrachter erzeugen« (Comics richtig lesen. Carlsen, 1994). Er nimmt damit Will Eisners Definition auf, der Comics als sequential art (Sequentielle Kunst) bezeichnet. Diese Definition hat den Vorteil, dass sie unabhängig von Inhalt, Umsetzung und Medium ist. Allerdings muss nach ihr ein Comic mindestens aus zwei Bildern bestehen. Illustrationen, Karikaturen oder Cartoons, die nur aus einem Bild bestehen, wären demnach keine Comics.

Der Text eines Comics steht entweder über/unter den Bildern oder mittels Sprechblasen in den Bildern. Zusätzlich werden oft auch Geräusche lautmalerisch in die Bilder integriert (z.B. Schepper!!; Fachbegriff: Onomatopoesie).

Comics erscheinen entweder als Comicstrip, Comicheft oder Comicbuch, siehe auch Gattung und Kleine Formen.

Comicstrip

Der Strip (englisch Streifen) bezeichnet Geschichten mit einer Länge von zumeist drei oder vier Bildern mit einem feststehenden Ensemble an Figuren, an deren Ende eine Pointe steht. Häufig werden bestimmte Motive variiert und ihnen dadurch neue Perspektiven abgewonnen. Nur in absoluten Ausnahmefällen ergeben längerfristige Veränderungen, meist handelt es sich um die Einführung neuer Nebenfiguren. Erscheinen die Geschichten täglich, werden sie häufig eingesetzt, um im Laufe einer Woche eine Art Handlungsbogen zu bestimmen, der in der nächsten Woche von einem neuen abgelöst wird.

Ein typischer Aspekt der Comicstrips ist der Sonntag-Strip, bei dem die Schöpfer meistens mehr Platz für eine Geschichte haben und die, da sie zum Teil separat in Zeitungen abgedruckt werden, unabhängig vom Handlungsbogen funktionieren müssen. Seit Bill Waterson in Calvin & Hobbes; damit begann, die formalen Struktur des Sonntags-Strips aufzubrechen und mit den Möglichkeiten des zusätzlichen Platzes zu experimentieren, wird dieses Schema auch bei anderen Strips immer mehr den Notwendigkeiten des einzelnen Geschichte angepasst.

Die Comicstrips werden zunächst in Zeitungen veröffentlicht und später in Büchern zusammengefasst.

Bekannte Beispiele sind:

Vergleiche außerdem:

Comic-Heft/Buch

Zu unterscheiden sind Hefte und Bücher zunächst daran, dass bei Heften der Umschlag zumeist aus demselben Papier wie die Seiten im Inneren besteht, während Bücher eine hochwertigere Verarbeitung, wie etwa einen Buchrücken aufweisen. Ein typisches Beispiel für ein Heft ist das Magazin Micky Maus, das verschiedene Geschichten von Personen aus dem Walt Disney-Universum präsentiert. Gleichzeitig zeigt das Beispiel From Hell, wie schwierig es ist, inhaltliche Unterscheidungen vorzunehmen. Die Jack the Ripper- Story (von Alan Moore und Eddie Campbell) die auf 600 epischen Seiten eine mögliche Geschichte der Whitechappel-Morde präsentierte, samt Quellenangaben und Fußnoten, erschien in Deutschland in drei Comic-Bänden, in den USA in 18 Kapiteln in unterschiedlichen Comic-Magazinen.

Geschichte des Comics

Bis zum 19. Jahrhundert

Wann genau die ersten Comics entstanden sind, ist umstritten und hängt von der Definition ab, mit der man Comics von anderen Formen grafischen Ausdrucks abgrenzen will.

Die Wandmalereien der Vorzeit, wie in der Höhle von Lascaux kann man ebenso als Vorläufer des Comics interpretieren wie die Schlachtendarstellungen auf der Trajanssäule in Rom oder dem Teppich von Bayeux.

Ausgehend von der Tradition japanischer Holzschnitte seit dem 16. Jahrhundert schuf der japanische Künstler Katsushika Hokusai im 19. Jahrhundert eine Serie grotesker Zeichnungen, vergleichbar mit den 'Grotesken' von Leonardo da Vinci in Italien, und nannte sie Manga. Diese Bezeichnung gilt noch heute für Comics im japanischen Stil.

In Europa entstehen Comics im modernen Sinne in der Schweiz mit Rodolphe Töpffers Bildgeschichte "Histoire de M. Jabot" 1833. In Deutschland spielen u.a. der Neuruppiner Bilderbogen sowie Wilhelm Busch (Max und Moritz) eine herausragende Rolle für die anfängliche Verbreitung.

In den USA entstehen Comics vor allem für Zeitungen. R. F. Outcaults zeichnet dort seit 1896 "The Yellow Kid", dieser gilt gemeinhin als erster amerikanischer Comic.

1900 bis 1930

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts entstehen Comics vor allem in den USA. Lyonel Feininger zeichnet die Serie Kin-der-Kids und George Herriman schildert die exzentrischen Abenteuer von Krazy Kat und seinem Erzfeind, Ignatz, der Maus. Während dieser ersten Blütezeit des Zeitungscomics bieten Comics vor allem leichte Unterhaltung für die Einwanderer, die nur mangelhaft Englisch können.

In den zwanziger Jahren beginnt Walt Disney sein Trickfilmstudio aufzubauen. Seine Filmfiguren Micky Maus und Donald Duck werden in den kommenden Jahren auch als Comic-Helden einen Siegeszug um die Welt antreten.

1930 bis 1950

In Amerika entstehen die Superhelden-Comics wie Superman, die zum Teil bis heute bestehen.

In Europa beginnt vor allem in Frankreich und Belgien eine rege Comic-Produktion, vor allem in den Kinderbeilagen der Zeitungen und in speziellen Jugendmagazinen, etwa von Pfadfinderverbänden oder den Jugendorganisationen der Kirchen. Georges Remi veröffentlicht unter dem Pseudonym Hergé die Abenteuer von Tim und Struppi und wird zum Vater der Stilrichtung der "klaren Linie" (Ligne claire). In Deutschland begeistern die Bildergeschichten von "Vater und Sohn" (von Erich Ohser, E.O. Plauen) die Zeitungsleser. Die erste deutschsprachige Micky Maus Zeitung wird im Januar 1937 vom Bollmann-Verlag, Zürich herausgegeben. Bis 1945 erscheinen in unregelmässigen Abständen 18 Hefte.

Mit dem zweiten Weltkrieg werden die US-Comics in den patriotischen Dienst gestellt. Die "Kriegscomics" kommen zur Blüte, die Superhelden fliegen für die USA gegen die Nazis, und auch Donald Duck wirbt für die US Army.

Im besetzten Europa sind mit Kriegseintritt der USA keine amerikanischen Comics mehr zu kaufen; die Serie Flash Gordon wird darum von dem belgischen Opernsänger E.P. Jacobs weitergezeichnet, der nach dem Krieg mit Blake und Mortimer eine der klassischen Serien der frankobelgischen Comics zeichnet - in der Tradition der Ligne claire.

1950 bis 1960

Die fünfziger Jahre sind in den USA von der Debatte um die Selbstbeschränkung der Comic-Industrie im Sinne des Jugendschutzes geprägt. Es kommt in jener Zeit zu regelrechten Comicverbrennungen, initiiert von aufgebrachten Eltern und Politikern.

In Europa beginnt die Blüte des Comics in Frankreich und Belgien. Franquin übernimmt Spirou, den er zum Klassiker macht. Ende der fünfziger Jahre erscheinen die ersten Abenteuer von Asterix, getextet von René Goscinny, gezeichnet von Albert Uderzo. Aber auch Abenteuergeschichten werden veröffentlicht: Jije zeichnet Western, Jean-Michel Charlier schreibt die Szenarien für eine Reihe von Abenteuer-Comics, die verschiedene Zeichner grafisch umsetzen.

In Comic-Zeitschriften für Jugendliche (Spirou, Tintin, Pilote) werden die Abenteuer in Fortsetzungen vorabgedruckt, bevor sie als Album erscheinen. In Deutschland erscheint 1951 die erste Ausgabe der Wochenzeitschrift Micky Maus, das erste deutsche Superman-Heft folgt 1954. 1953 startet Rolf Kauka mit Fix und Foxi das bedeutendste deutsche Comic-Heft für Kinder.

1960 bis 1970

Die Sechziger Jahre sehen den Comic erwachsen werden. In den USA beginnt mit der Hippie-Bewegung auch die Richtung des Underground-Comics. Wichtige Vertreter dieser Gattung, die versuchte, die in den 50ern eingeführte Comic-Zensur zu umgehen, sind Robert Crumb und Art Spiegelman.

In Europa wird mit Leutnant Blueberry ein Western von Jean-Michel Charlier veröffentlicht, den Jean Giraud zeichnet. Giraud wird unter dem Pseudonym Moebius in den kommenden Jahren zu einem der Vorreiter der Avantgarde des Comics werden.

In den sechziger Jahren beginnen auch die ersten deutschen Verlage mit dem Abdruck französischer Comics: So kommen unter anderem Asterix und Lucky Luke, zu dem René Goscinny ebenfalls die Texte schreibt, nach Deutschland.

1970 bis 1980

In den siebziger Jahren erfährt der klassische Heftchen-Comic in den USA einen weiteren Niedergang, während die künstlerische Erneuerung des Metiers fortschreitet. In Frankreich gründet Jean Giraud mit ein paar Mitstreitern das Magazin Métal Hurlant.

In Deutschland besteht Nachholbedarf. Das Magazin Zack erlebt eine kurze Blüte und schöpft aus dem reichhaltigen Fundus der frankobelgischen Veröffentlichungen der vorangegangenen Jahre. Ebenso Yps, das sich 25 Jahre am Markt behaupten kann. Der Carlsen-Verlag bringt Tim und Struppi in Albenform heraus.

1980 bis 1990

Während in Frankreich Newcomer neben Etablierten eine vielschichtige Comic-Kultur bilden, erlebt Deutschland gegen Mitte des Jahrzehnts eine regelrechte Comic-Euphorie. Neben französischen Titeln schaffen es auch einheimische Autoren wie Brösel mit Werner, Gerhard Seyfried, Walter Moers und Ralf König zu beachtlichen Verkaufszahlen.

In Amerika wird bekommt das Genre der Superhelden- Comics neue Luft: Frank Millers Batman-Serie The Dark Knight Returns (1986) und die Serie Watchman von Alan Moore und Dave Gibbons (1987) gelten als Meilensteine und moderne Klassiker. Der Erfolg von Miller zieht den Batman- Film von Tim Burton nach sich und ist damit der Auslöser Superhelden- Schwemme im Kino.

1990 bis 1998

1991 gelingt dem Amerikaner Jeff Smith, mit seiner Serie Bone der erste große Wurf der 90er Jahre.

Mit dem Start von Image Comics, das von verschiedenen Zeichnern und Autoren der beiden Großverlage Marvel Comics und DC Comics gegründet wird, beginnt das Zeitalter der Kleinverlage in der amerikanischen Comicszene.

Zahlreiche Eigenverlage versuchen, den Erfolg des neuen Verlags nachzustellen, die meisten verschwinden aber schnell wieder vom Markt.

Unterdessen erscheinen bei Image mit Spawn, The Maxx und anderen, Comics in einem neuen, allen Konventionen und jeder politischen Korrektheit widersprechenden Trend. Dies führt schließlich dazu, dass die in den 1950ern von den Verlagen gegründete Zensurbehörde Comics Code Authority beginnt, ihren Einfluss praktisch vollständig zu verlieren.

1998 bis 2003

Die internationale Comic-Szene schrumpft seit Mitte der 1990er Jahre immer weiter, was vor allem an einem Überangebot mit zu vielen Titeln aus zu vielen kleinen Verlagen liegt. Einzig Image Comics und der neue Verlag Crossgen können sich wirklich behaupten. Doch auch bei Crossgen kriselt es bereits, im Sommer 2003 ist der Verlag gezwungen, neun seiner Starttitel einzustellen und einigen Freelancern zu kündigen.

Dennoch werden Comic-Verfilmungen ein großer Trend in Hollywood, nachdem Blade 1998 zu einem absoluten Überraschungserfolg wird. Ihm folgen dann auch neben Blade 2 die Filme X-Men, Spider-Man, From Hell, Daredevil, X-Men 2, League of extraordinary Gentlemen und Hulk. Weitere Comic-Verfilmungen sind geplant bzw werden gerade gedreht.

Gleichzeitig mit der Krise des westlichen Comics werden Manga ein großer Erfolg. Während es sie in anderen europäischen Ländern (vor allem in Frankreich und in Italien) bereits seit den 80er-Jahren gibt, wird der deutschsprachige Markt erst Ende der 1990er Jahre durch Serien wie Sailor Moon und Dragonball endgültig für japanische Comics erschlossen.

Auf der anderen Seite findet das Internet als Verbreitungsmedium für Comics immer mehr Zuspruch. Online-Comics wie UserFriendly und Megatokyo verbuchen ständig steigende Zugriffszahlen.

Comic-Kultur

Deutschland

In den 1950er- und 1960er-Jahren entstanden in Deutschland in Anlehnung an US-amerikanische Vorbilder Heldencomics für Kinder und Jugendliche wie Sigurd, der edle Ritter (von Hansrudi Wäscher), Falk - Ritter ohne Furcht und Tadel, Akim, Tibor und Nick, die trotz zeichnerisch eher zweifelhafter Qualität und trotz des zunehmenden Widerstands von Pädagogen massenhaft gelesen wurden. Etwas anspruchsvoller waren die zwischen 1950 und 1959 veröffentlichte Serie Nick Knatterton, wobei es sich dabei eher um illustrierte Detektivgeschichten handelte, und die ab 1953 25 Jahre lang in der Zeitschrift "Stern" erscheinende Fortsetzungsgeschichte Jimmy das Gummipferd. Bis zum Anfang der 1980er-Jahre blieben die deutschen Eigenleistungen im Comicbereich aber weitgehend auf den Kindersektor beschränkt (z. B. YPS, Fix und Foxi), und die wenigen für ältere Leser geschaffenen Werke orientierten sich meistens an Trivialgeschichten (z. B. Gespenster-Geschichten, Perry Rhodan).

Seit den späten 1980ern blüht jedoch auch in Deutschland eine Kultur des anarchischen Comics, wie sie u. a. Brösel (Werner), Gerhard Seyfried (Flucht aus Berlin), Walter Moers (Das kleine Arschloch), Ralf König (Der bewegte Mann), Jan Gulbransson, Ziska Riemann und später Fil (Didi & Stulle) zelebrieren. Ein- bis zweimal jährlich finden in Großstädten wie München Comictage statt.

In jüngster Zeit sind in Deutschland nach japanischem Vorbild sogar einige Manga entstanden (z. B. Dragic Master). Dennoch ist der deutschsprachige Comic-Markt nicht so umfangreich und absatzstark wie der in den meisten anderen europäischen Ländern (Comics machen in Deutschland nur ca. 3 % aller Drucksachen aus). Dies mag auch daran liegen, dass Comics im deutschsprachigen Raum bis heute weder im künstlerischen noch im literarischen Bereich als eigenes Genre anerkannt werden und oft eher den "Kinderbüchern" oder der "Schmuddelecke" zugeordnet werden.

Comics in der DDR: Die Comic-Kultur war im Vergleich zum Westen weniger vielfältig, aber fast durchweg hochwertig. Flaggschiff war die Zeitschrift Mosaik, in der Hannes Hegen die Abenteuer der legendären Digedags schilderte, die 1975 als Hauptfiguren von den Abrafaxen abgelöst wurden. Die Comic-Zeitschrift Atze präsentierte eine abgeschlossene Kurzgeschichte mit politischem Inhalt z.B. aus dem Alltag der DDR, der Geschichte der Arbeiterbewegung oder dem kommunistischen antifaschistischen Widerstandskampf. Populärer dürfte aber die gleichnamige Fortsetzungsgeschichte um die zwei Mäuse Fix und Fax gewesen sein, die sich am Ende jeder Atze-Nummer befand. Einen umfassenden Überblick bietet die DDR-Comic-Website.

Frankreich & Belgien

In Frankreich, Belgien und der französisch sprechenden Schweiz sind Comics (frz. "Bandes dessinées", oft auch "BD" genannt) sehr viel angesehener als bei uns in Deutschland und gelten als ernsthafte Literaturform, die das Bindeglied zwischen den schönen Künsten und der Schriftstellerei darstellt. Dies liegt auch daran, dass hier die namentliche Verbindung der Comics mit der Komik nicht vorhanden ist. Beispielsweise spielt in den oft surreal-phantastischen Comics der belgischen Zeichner und Texter Francois Schuiten und Benoit Peeters die Architektur und ihre Darstellung im Medium Comic eine große Rolle. Weitere Comics befassen sich thematisch mit der historischen Geschichte, der grafischen Darstellung historischer Gebäude, Maschinen oder Schiffe, oder befassen sich mit politschen und anderen Utopien oder gesellschaftlicher Aufklärung.

Dieser Stilwechsel trat in den 1970er-Jahren auf und veränderte die "Comiclandschaft". Die bis dahin kinderorientierten Publikationen wendeten sich vermehrt einem jungen erwachsenen Publikum zu. Die gesellschaftlichen Änderungen, die durch die 68er Studentenbewegungen entstanden waren, spiegeln sich in Zeitschriften wie L’echo des Savanes, Fluide Glacial oder der Sciencefiction-orientierten Metal Hurlant (Heavy Metal) wider. Gegründet von den Autoren Dionnet, Druillet, Farkas und Moebius entstanden hier Werke, die eine wichtige Entwicklung des Comics darstellen. Baru etwa beschreibt in Der Champion den algerischen Box- Weltmeister Said Boudiaf und seine Verstrickung in den Unabhängigkeitskampf seines Landes sowie die witzige Serie über die Sputnik- Jahre Ende der 50er Jahre.

Aus den französischen Ländern stammen auch in Deutschland so bekannte Comics wie Tim und Struppi, Astérix, Gaston Lagaffe, Barbapapa und Lucky Luke.

Bedeutende Autoren/Zeichner des modernen Fantsy-Comics sind z. B. Ledroit oder Froideval ("Die Chroniken des Schwarzen Mondes").

Italien

Die italienischen Fumetti sind in ihren Inhalten wesentlich liberaler als die übrigen westlichen Comics und meist aus Kostengründen als schwarz-weiße Taschenbücher erhältlich. Neben Kindercomics (ein Großteil der Disney-Comics stammt aus Italien) und erotischen Comics (Fumetti per Adulti) gibt es vor allem diverse Action-Comis wie Diabolik und Dylan Dogg. Analog zu den "Kunstwerken" frankobelgischen Stils brachten italienische Comicautoren wie Hugo Pratt ("Corto Maltese") Alben von hohem literarischen Wert hervor.

Japan

Japans Comic-Industrie gehört zu den größten der Welt. Seit Mitte der 80er fanden die sogenannten Mangas auch im Westen zunehmend Verbreitung.

Niederlande

Die Niederlande haben eine für die Größe des Landes erstaunlich bedeutende Comic-Industrie entwickelt. Im zweisprachigen Nachbarland Belgien - dem Comic-Dorado - werden viele Comics auch auf flämisch veröffentlicht. So existierte von der bahnbrechenden Zeitschrift Spirou auch eine flämische Version Robbedoes. Daneben finden sich auch niederländische Comic-Künstler, von denen die meisten Werke allerdings in England erstveröffentlicht werden.

Zu den bekanntesten niederländischen Comic-Titel zählt neben den Shtroumpfs (Die Schlümpfe) der Science-Fiction-Comic Storm und die Krimi-Comic-Serie Franka von Henk Kuijpers.

Schweiz

Wichtigster Vertreter schweizer Comicschaffens dürfte Cosey mit seiner Serie Jonathan sein.

Daneben ist Derib (d.i. Claude de Ribaupierre) sehr bekannt. er wurde 1944 in La Tour de Peilz in der Westschweiz geboren. 1965 trat er in das Studio Peyo (die Schlümpfe) ein und zeichnete mehrere Serien nach Szenarios verschiedener Autoren für die Zeitschrift "Spirou", bis er 1972 mit "Buddy Longway" seine erste eigene Serie schuf. Es folgten u.a. "yakari", Der Weg des Schamanen" und "Red Road". Für die 4-teilige Serie red Road wurde er 1994 mit dem Max-und-Moritz-Preis der besten deutschsprachigen Publikation ausgezeichnet.

Alljährlich findet in Luzern das international bedeutende Comic-Festival Fumetto statt. [1]

Spanien

Der in Deutschland wohl bekannteste spanische Comic dürfte wohl die Kalauer- Reihe über die Geheimagenten Clever & Smart; (im Original: "Mortadelo y Filemón") von Francisco Ibañez sein. Außerdem: El Mercenario von Vincente Segrelles.

Südkorea

Die südkoreanischen Manhwa sind stark vom japanischen Manga-Stil beeinflusst.

USA & englischsprachige Welt

Die Länder der englischsprachigen Welt, allen voran die USA, entwickelten eine Vielzahl verschiedener Comics. Inspiriert von erfolgreichen Serien wie Tarzan und Prinz Eisenherz folgte die ureigene Erfindung der amerikanischen Autoren und Zeichner: Die Superhelden. Deren bekannteste Serien sind Superman, Batman, Spider-Man, Die fantastischen Vier, Hulk und die X-Men. Australien und Großbritannien haben zudem eine Reihe von provokanten und ungewöhnlichen Comics hervorgebracht (Barb Wire, Judge Dredd).

In Amerika erscheinen Comics fast ausschließlich in der Form von regelmäßig erscheinenden Heften mit Fortsetzungsgeschichten. Nur literarisch hochwertigere Comics (und Zusammenfassungen von Fortsetzungsgeschichten) erscheinen im Buchformat als Graphic Novel oder Trade Paperback (Sammelband).

Die amerikanische Comic-Kultur hat in den 1970ern begonnen, europäische Elemente zu übernehmen. Seit Anfang der 1990er wird auch der Einfluss der japanischen Manga auf die amerikanischen Comics immer stärker.

Neben den Schöpfern zahlloser Superhelden haben Autoren des amerikanischen "Underground-Comics" wie Gilbert Shelton ("The Faboulus Furry Freak Brothers"), Robert Crumb ("Fritz the Cat"), Peter Bagge ("Buddy Bradley")u.a. Dokumente literarischer Subkultur geschaffen, die wie amerikanische Musik Anhänger in aller Welt finden und auch in Deutschland zahlreiche Autoren inspiriert haben. Im Bereich des modernen Fantasy- und Science-Fiction-Comics schufen amerikanische Autoren und Zeichner wie Power, Bisley, Mills ("Slaine") u.a. Comics von bildgewaltiger Intensität. Besonders fruchtbar zeigte sich auch die typisch amerikanische "Überführung" von Superhelden-Charakteren in anspruchsvollere Werke. Genannt seien hier unter anderem Frank Millers "Elektra", "Daredevil" und "The Dark Knight Returns" oder auch Alex Ross Graphic-Novels.

Siehe auch: Nordamerikanischer Comic

Comics in Afrika

Obwohl Comics in einigen afrikanischen Ländern (vor allem Kenia und Tansania) relativ weit verbreitet sind, ist die Afrikanische Comic-Szene außerhalb des Kontinent äußerst unbekannt. In Tansania erscheinen beispielsweise bis zu 40 Comic-Magazine.

Weblinks

Übrige Welt

Siehe auch




     
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