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Clements Markham



Sir Clements Robert Markham (* 20. Juli 1830; † 1916) war ein britischer Entdecker, Autor und Geograph.

Als Präsident der Royal Geographic Society gegen Ende des 19. Jahrhundert spielte Markham eine wesentliche Rolle bei der Organisation und Finanzierung britischer Polarexpeditionen. Auf seinen Vorschlag geht beispielsweise die Ernennung von Robert Falcon Scott als Leiter der "Expedition Discovery" zurück. Grahams persönliches Hauptziel war es, dass ein Brite als erstes die Pole erreichte, ein Ziel, dass jedoch nie verwirklicht wurde.

Markham wurde in Stillingfleet, Yorkshire geboren und an der Westminster School erzogen. Er wurde Mitglied der Royal Navy im Jahre 1844 und war als solcher Mitglied der Mannschaft, die nach John Franklin suchten. Nach seiner Rückkehr von dieser Suchmission wurde Markham zum Leutnant ernannt, er trat jedoch 1852 aus der Royal Navy mit dem Ziel aus, Entdecker in Südamerika zu werden. Dieses Ziel mußte er jedoch vorläufig zurückstellen, da der Tod seines Vaters für ihn schwierige finanzielle Verhältnisse zur Folge hatte. Um diese zu beheben, mußte er eine Reihe von Bürojobs in London annehmen.

Als Angestellter des India Office gelang es Markham jedoch, seine Vorgesetzten davon zu überzeugen, den peruanischen Chinarindenbaum nach Indien auszuführen. Damit war ihm die Möglichkeit gegeben, seiner Reiselust zu frönen. Das dieser Baumes, dessen Rinde erfolgreich bei Malaria-Erkrankungen einzusetzen war, rfolgreich in Indien und anderen britischen Kolonnien angepflanzt werden konnte, ist maßgeblich auf Markham zurückzuführen.

Von 1865 bis 1866 hielt er sich im damaligen Ceylon, dem heutigen Sri Lanka und Indien auf, wo er die dortigen Chinarindenbaum-Plantagen besuchte. Als Geograph begleitete er eine Expedition nach Äthiopien und schloss sich im Jahre 1874 einer Arktis-Expedition an, die ihn bis Grönland führte. Während dieser Zeit befaßte er sich viel mit der Methodik, mit der die Royal Navy die Arktis-Expeditionen anging. Er hielt an dieser Methodik auch noch fest, als andere Nationen (wie beispielsweise die Norweger rund um Roald Amundsen) die Überlebenstechniken der Inuit erprobten und für ihre Zwecke adaptierten.

Von 1867 bis 1877 leitete er die geographische Abteilung des britischen "Indian Office" und von 1863 bis 1888 diente er als Sekretär der Royal Geographic Society. Von 1893 bis 1905 war er der Präsident dieser Gesellschaft. Seine Wahl zum Präsidenten fiel in eine Zeit, als das Interesse an Polarexpeditionen wieder zunahm. Zu einer Finanzierung einer Antarktis-Expedition durch die britische Admiralität kam es jedoch nicht, da aufgrund des beginnenden Wettrüsten mit Deutschland die dafür notwendigen finanziellen Mittel anderweitig eingesetzt werden sollten.

Markham versuchte daraufhin, eine privat finanzierte Expedition auf die Beine zu stellen, was sich als sehr schwierig herausstellte. Die Expedition, die schließlich von Robert Falcon Scott geleitet wurde, kam letztendlich nur zustande, nach zwei Jahren Verzögerung doch noch 45.000 Britische Pfund beizusteuern.

Auswahl aus Markhams Werken

Herausgeber, Proceedings of the Royal Geographical Society 1872-1878
Franklin's Footsteps (1852)
Cuzco and Lima (1856)
Travels in Peru and India (1862)
A Quichua Grammar and Dictionary (1863)
Spanish Irrigation (1867)
A History of the Abyssinian Expedition (1869)
A Life of the Great Lord Fairfax (1870)
Ollanta, a Quichua Drama (1871)
Memoir on the Indian Surveys (1871)
General Sketch of the History of Persia (1873)
The Threshold of the Unknown Region (1874)
A Memoir of the Countess of Chinchon (1875)
Missions to Thibet (1877)
Memoir of the Indian Surveys; Peruvian Bark (1880)
Peru (1880): The War between Chili and Peru (1881)
The Sea Fathers (1885)
The Fighting Veres (1888)
Paladins of King Edwin (1896)
Life of John Davis the Navigator (1889)
A Life of Richard III (1906)
The Incas of Peru (1910)



     
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