WEB LEXIKON: Ein Blick zurück
Hauptseite | Aktueller Wikipedia-Artikel

Breslau



Breslau
Basisdaten
Staat: Polen
Verwaltungsbezirk: Niederschlesien
Einwohner: 638.000 (2003)
Fläche: 292,9 km²
Höhe: ? m ü. NN
Postleitzahl: ?
Telefonvorwahl: (+48) 71
Geografische Lage: 51° 07' nördl. Breite
17° 02' östl. Länge
KFZ-Kennzeichen: DW
Nächster int. Flughafen: Flughafen Breslau
Homepage der Stadt Breslau
Breslau (poln: Wrocław ['vrɔtsʋaf] ), mit rund 640.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Polens, ist Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Niederschlesien und bildet als Sitz zahlreicher Hochschulen und Forschungsinstitute sowie Theater und Museen ein Zentrum für Kultur und Wissenschaft. Breslau liegt inmitten einer ertragreichen Landwirtschafts- und Bergbauregion, ist aber auch im Bereich des Maschinenbaus und der Metallindustrie ein bedeutender Standort.

Von 1919-1945 war Breslau die Hauptstadt der neu gebildeten preußischen Provinz Niederschlesien, in der Zeit des Nationalsozialismus außerdem Hauptstadt des NS-Gaus Nieder-und Mittelschlesien.

Table of contents
1 Geschichte
2 Kultur und Bildung
3 Sehenswürdigkeiten
4 Persönlichkeiten
5 Literatur
6 Verweise

Geschichte

Der Name "Wortizlawa" wurde bereits um 900 erwähnt und bezeichnete Wortizlawa als slawische Marktstadt. Diese befand sich auf einer Insel nahe der drei Nebenflüsse der Oder. Um das Jahr 1000 wurde die erste herzogliche Burg auf der Dominsel errichtet,etwa auf der Stelle der heutigen Kreuzkirche.Das befestigte Gebiet um die Burg war schon damals eine kleine Stadt, in der etwa 1000 Menschen wohnten. Deutsche Absichten an Worlizawa wurden 1109 erkennbar, als Kaiser Heinrich V ein Heer gegen Boleslaw Schiefmund schickte. Das deutsche Heer unterlag, das Schlachtfeld wurde als Hundsfeld bekannt. Im Jahr 1138, nach Boleslaws Tod, siedelten wenig später deutsche Siedler am Südufer des Flusses. Dort erbauten sie eine neue Stadt, die 1259 zur Hauptstadt des unabhängigen Herzogtums Schlesien aufstieg.

Breslau und Schlesien, 98 n. Chr von Tacitus und ca. 150 n. Chr von Ptolemäus in Magna Germania beschrieben, kam während der Ausbreitung der Slawen unter das Großmährische Reich. Lange Zeit war B. von den Polen und den Böhmen (Tschechen)umkämpft, so dass die Böhmen auf dem linken Ufer (Stadtmitte), während die Polen auf dem rechten Ufer (Sand-und Dominsel) der Oder sassen. Während der Mongolenangriffe wurde der Ort 1241 zerstört. Das wiederhergestellte Breslau erhielt dann 1262 das Magdeburger Recht.

Der Name Breslau (in älteren deutschen Dokumenten "Preßlau", dialektal bis 1945 "Prassel") wurde gleichzeitig mit dem lateinischen Namen, Vratislavia, benutzt. Vratislavia bezieht sich auf den böhmischen Herrscher Vratislav. Der polnische Name "Wroclaw" ist ebenso alt wie der deutsche und wurde schon im Mittelalter verwendet.

Chronik

Unter den Piasten

Unter den böhmischen Königen

Unter den Habsburgern

Unter der preußischen Krone

Weimarer Republik und Drittes Reich

Kommunistenherrschaft

3.Polnische Republik

Wappen der Stadt

  1. Das von Kaiser Karl V.der Stadt verliehene Wappen (verwendet 1530 bis 1938, 1945 bis 1948 und wieder ab 1990) ist ein quadrierter Schild mit Mittelschild, in der Mitte Johannes des Täufers Kopf in einer silbernen Schüssel, im ersten Felde der böhmische Löwe, im zweiten der schlesische Adler, im dritten ein W (das sich auf den Gründer der Stadt Wratislaw bezieht), im vierten das Haupt Johannes des Evangelisten. Die beiden Johannes sind neben der Hl.Hedwig besondere Patrone der schlesischen Kirche.
  2. Das Stadtwappen der NS-Zeit (verwendet ab 1938 bis 1945) war ein horizontal halbierter Schild mit zwei Feldern, im oberen Felde der schlesische Adler, im unteren Eisernes Kreuz von 1813.
  3. Das Stadtwappen, unter dem kommunistischen Regime 1948 bis 1990 verwendet, war ein vertikal halbierter Schild mit zwei Feldern, im rechten Felde der (halbe) weiße polnische Adler der Volksrepublik (also ungekrönt), im linken Felde der (halbe) schlesische Adler, ebenfalls ungekrönt.

Kultur und Bildung

In Breslau befinden sich neun Hochschulen, wie die Politechnika Wrocławska (TH Breslau) und die Uniwersytet Wrocławski (Universität Breslau, ehemalige Schlesische Friedrich-Wilhelm-Universität, gegründet
1702 von den Jesuiten, 1811 erneuert und erweitert unter der Regierung Friedrich Wilhelm III. von Preußen, der die Universitas Viadrina in Frankfurt (Oder) mit der Breslauer Lehranstalt vereinigte). Sie steht an der Stelle der alten Königlichen Burg von Breslau, die von Kaiser Leopold I dem Orden geschenkt und abgerissen wurde und ist eines der schönsten Baudenkmäler des österreichischen Barocks. Das spätere preußische Königsschloß im Rokoko- und klassizistischen Stil entstand im 18./19. Jh.und ist nur noch teilweise erhalten. Dort erließ Friedrich Wilhelm III. am 17. März 1813 den Aufruf an Mein Volk und stiftete das Eiserne Kreuz.

Sehenswürdigkeiten

Bahnhof (um 1850, Romantik, Schinkelschule)
  • Ehemalige Strafanstalt (Romantik, Schinkelschule, Türme von König Friedrich Wilhelm IV. entworfen)
  • Altes Regierungsgebäude (Neurenaissance, nach 1860), heute Schlesisches Nationalmuseum
  • Panorama von Racławice (Monumentales Rundgemälde, 1893/94 entstanden, aus Lemberg überführt)
  • Neues Regierungsgebäude (NS-Stil,nach 1933), heute Woiwodschaftsamt
  • Prächtige Patriziervillen am Wallgraben (poln. Podwale)

  • Sand-und Dominsel:
  • Zentrum, neuere Viertel:
  • Richtung Osten (Hundsfeld)
  • Persönlichkeiten

    Literatur

    Davies, Norman / Moorhouse, Roger. Breslau - Wroclaw - Vratislavia: Die Geschichte einer mitteleuropäischen Stadt. Droemer Knaur ISBN 3-426-27259-8

    Verweise




         
    Das Web Lexikon "Ein Blick zurück" bietet die Moeglichkeit auf einfache Art und Weise in den "alten" Wikipedia-Beiträgen zu blättern. Das Lexikon spiegelt den Stand der freien Wikipedia-Enzyklopädie vom August 2004 wider. Sie finden hier in rund 120.000 Artikel aus dieser Zeit Informationen, Erklärungen, Definitionen, Empfehlungen, Beschreibungen, Auskünfte und Bilder. Ebenso kommen Begriffserklärung, Zusammenfassung, Theorie, Information, Beschreibung, Erklärung, Definition und Geschichte nicht zu kurz. Ein Lexikon das Auskunft, Bericht, Hinweis, Bedeutung, Bild, Aufklärung, Darstellung und Schilderung zu unterschiedlichsten Themen kompakt auf einer Seite bietet.
    Impressum ^ nach oben ^