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Brandmeldeanlage



Eine Brandmeldeanlage (Abkürzung: BMA) ist ein elektronische Anlage die Ereignisse von verschiedenen Brandmeldedetektoren empfängt, auswertet und dann reagiert. Bei entsprechenden Ereignissen erfolgt u. a. die Alarmierung der Feuerwehr und die Auslösung eingebauter Löschanlagen (z. B. Sprinkleranlage).

Meistens werden Brandmeldeanlagen in besonders gefährdeten Gebäuden wie Firmengebäude, Fabrikhallen, Altenwohnheime oder Krankenhäusern installiert.

Der Vorteil der Brandmeldeanlage besteht darin, dass auch in Abwesenheit von Personen ein Brand frühest möglich erkannt wird und die Feuerwehr diesen auch noch in der Entstehungsphase löschen kann. Leider gibt es auch immer wieder Fehlalarme durch diverse Fehlauswertungen der automatischen Brandmelder sowie durch böswillige Betätigung der Druckknopfmelder.

In der Regel sind mehrere Brandmelder zu Gruppen oder Schleifen (Ringleitung) zusammengefasst, so dass man beim Auslösen schon die Örtlichkeit sehr genau feststellen kann. Wenn Heißarbeiten durchgeführt werden, wird eine ganze Schleife abgeschaltet. Somit bleibt der Rest des Objekts weiterhin überwacht. In neueren Systemen ist auch die Abschaltung einzelner Melder möglich.

Fehlalarme entstehen oft auch deshalb weil diese Arbeiten nicht, wie nach Vorschrift gefordert, gemeldet werden und damit die Melder abgeschaltet werden.

Table of contents
1 Informationsübertragung
2 Feuerwehrschlüsseldepot
3 Hersteller

Informationsübertragung

Meist wird über eine direkte Standleitung oder eine Wählverbindung die Feuerwehr ohne Zeitverzögerung informiert. Alternativ sind auch Systeme im Einsatz, die die Brandmeldung an eine ständig besetzte Stelle (z. B. Pförtner) weitergibt oder lediglich die Benutzer des Gebäudes über Sirenen warnt.

Feuerwehrschlüsseldepot

Das Feuerwehrschlüsseldepot (Abkürzung: FSD) ist ein Schlüsseldepot das Bestandteil einer Brandmeldeanlage ist. Es dient im Brandfall zum zügigen, gewaltfreien und kontrollierten Zugang zu Gebäuden und Geländen von Feuerwehr und Polizei.

Ein Schlüsseldepot ist in eine freistehenden Säule (Schlüsseldepotsäule) oder einen Mauerkasten eingebaut. Es wird an einem Feuerwehreinsatztaktisch gut zugänglichen, vorzugweise wettergeschützte Stelle (z. B.: Nischen, Durchgängen, unter Vordächern), neben dem für den Notfall vorgesehenen Objektzugang (z. B. Feuerwehrzufahrt) angebracht. Für die Errichtung eines Schlüsseldepots gelten strenge Richtlinien.

Unbemerkter und unkontrollierter Zugang über das Schlüsseldepot durch unberechtigte Personen ist ausgeschlossen. Jede Art von Manipulation löst sofort Sabotage-Alarm aus. Das Schlüsseldepot ist elektronisch mit einem Aufbohrschutz gesichert. Wird im Objekt Alarm durch die Brandmeldeanlage ausgelöst und der Alarm zur Einsatzleitstand der Polizei oder Feuerwehr weitergeleitet, wird die vordere Tür für den Zugang zur Feuerwehrschließung freigegeben. Die Feuerwehr oder die Polizei kann nun mit einem speziellen Schlüssel den Safe im Schlüsseldepot öffnen, und den eigentlichen Schlüssel für das Objekt entnehmen.

Hersteller

Wichtige Hersteller von Brandmeldeanlagen sind Siemens, Notifier, DBM, Bosch, Hekatron, Minimax und Novar (ehemals Esser).

Siehe auch: Portal Feuerwehr, Themenliste Feuerwehr




     
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