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Boxkamera



Als Boxkamera (auch Box-Camera) bezeichnete man eine Kamera-Bauform aus der Frühzeit der Fotografie, die – wie die Bezeichnung bereits andeutet – durch ihre Kastenform gekennzeichnet ist. Boxkameras sind relativ leicht und kompakt sowie vor allem einfach zu bedienen; sie bilden somit die Vorläufer der heutigen Kompaktkameras und wurden bis 1970 produziert.

Table of contents
1 Produkte und Hersteller
2 Literatur
3 Weblinks

Produkte und Hersteller

Eine bekannte frühe Box-Kamera ist die vergleichsweise hochpreisige Kodak Nr. 1 der Eastman Kodak Company aus dem Jahr 1888. Zu den späteren Modellen von Kodak gehören beispielsweise die Zenith No. 3 (um 1899 und die Browning Junior Six-16.

Die in Deutschland am weitesten verbreitete Boxkamera ist die preiswerte Box von Agfa ("Volkskamera") aus dem Jahr 1932, die einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Amateurfotografie hatte. Sie nahm Bilder auf Rollfilm im Format 6x9 cm auf, verfügte über ein Fixfocus-Objektiv sowie eine fest eingestellte Verschlusszeit von 1/30 Sekunde. Agfa produzierte noch über Jahrzehnte – bis Ende der 50er Jahre – Nachfolgemodelle wie die Box 04 (B-2), Box 14 (Trolix), Box 24, Box 34 (Isochrome-Box), Box 44 (Preis-Box oder Vier-Mark-Box), Box 45 (Metall-Box) usw.

Zu den weiteren Herstellern von Boxkameras gehören u.a. die deutschen Firmen Woldemar Beier (Freitaler Kameraindustrie Beier & Co.), Carl Braun, Certo-Camera-Werk, Colibri-Kamerabau, Dangelmaier, EHO, Zeiss Ikon (Tengor-Boxen), Ernemann, Camera-Werk Adolf Gerlach, ICA, Eduard Liesegang, Friedrich Linden, Steinheil und Münster Kamerabau. In Frankreich wurden Boxkameras von Luminor, Lumiere & Cie. und Boyer hergestellt; auch in Großbritannien (R. & J. Beck, APM, Houghton-Butcher, Newman & Guardia), den USA (Argus, Herbert George Co., Herco, Shaw-Harrison Corp.) sowie in Italien (Fiamma), Ungarn (MOM) und Australien (Sigma) gab es Boxkamera-Fabriken.

Literatur

Weblinks




     
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