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Bistum Hildesheim




Das Bistum Hildesheim wurde 815 als eines der sächsischen Missionsbistümer gegründet.

Seine größte Bedeutung erlangte es zur Zeit der Sachsenkaiser durch die heiligen Bischöfe Bernward (993-1022) und Godehard (1022-1038). Architektur- und Kunstschätze aus dieser Zeit prägen bis heute das Bild der Stadt.

Vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit war Hildesheim Fürstbistum. Als Folge der Hildesheimer Stiftsfehde (1518-1523) wurde sein Territorium um die Hälfte verkleinert, im 17. Jahrhundert jedoch im alten Umfang wieder hergestellt.

Rat und Bürgerschaft der Stadt Hildesheim gingen 1545 zum lutherischen Bekenntnis über. Der Dom und die Klosterkirchen blieben jedoch katholisch. Von den norddeutschen Bischofssitzen bestand außer Osnabrück nur Hildesheim ununterbrochen fort. Im 18. Jahrhundert verwalteten Bischöfe aus dem Hause Wittelsbach in Personalunion mit Köln und Münster auch Hildesheim.

Nach dem Ende der geistlichen Fürstentümer wurden die Grenzen des Bistums Hildesheim 1821 neu gezogen. Es umfasst seitdem, mit wenigen Abweichungen, den östlich der Weser gelegenen Teil der preußischen Provinz Hannover bzw. des Landes Niedersachsen.

Seit der Gründung des Erzbistums Hamburg gehört Hildesheim zur Hamburger Kirchenprovinz (vorher Paderborn).

Hildesheim ist eines der flächengrößten Bistümer Deutschlands, umfasst jedoch fast ausschließlich Gebiete, in denen die Katholiken eine kleine Minderheit bilden (Diaspora). Nur das im Süden des Bistums gelegene Eichsfeld sowie die Dörfer des alten "Stifts" haben eine katholische Bevölkerungsmehrheit. Die Zahl der Diözesanen ist durch den Zuzug ostdeutscher Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg stark angewachsen (z. Zt. ca. 650.000). Für diese wurden in allen Teilen der Diözese neue Pfarreien und Kirchen errichtet.

Gegenwärtig befindet sich die Kirche von Hildesheim in einem Neuorientierungsprozess, der vor dem Hintergrund quantitativen Rückgangs (Zusammenlegung von Pfarreien, langfristig Schließung von Kirchen) eine Intensivierung des gemeinschaftlichen und spirituellen Lebens zum Ziel hat.

Seit dem 13. November 1983 ist Joseph Homeyer Bischof. Das Amt des Weihbischofs haben Hans-Georg Koitz und Dr. Nikolas Schwerdtfeger inne.

In Hildesheim direkt befinden sich eine Reihe von Schulen in der Trägerschaft des Bistums Hildesheim:

Zum Beispiel das Bischöfliche Gymnasium Josephinum, die Marienschule und Realchule Albertus Magnus.

Dazu werden über das gesamte Bistum verteilt noch ein weiteres Gymnasium und viele Haupt-, Real-, und vor allem Grundschulen unterhalten.

Seit 20 Jahren lädt der Bischof von Hildesheim die Jugendlichen des Bistums zur Chrisammesse ein. Diese Tradition ist in dieser Form einzigartig.

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