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Bettwanzen



Die Bettwanzen (Cimex lectularius) sind Wanzen, die darauf spezialisiert sind, in den Schlafräumen von Warmblütern (vor allem Menschen) zu leben und sich von deren Blut zu ernähren. Bettwanzen sind Zivilisationsfolger und gelten als klassische Parasiten. Wegen ihrer Form und ihres Verhaltens werden sie auch Tapetenflunder genannt.

Table of contents
1 Biologie
2 Geschichte
3 Schaden

Biologie

Das ausgewachsene Tier ist (in hungrigem Zustand) papierdünn und breit, misst fünf bis acht Millimeter und ist rotbraun in der Farbe. Die Flügel sind zu kleinen Schuppen reduziert und hinten gerade abgeschnitten. Der Halsschild ist vorne halbkreisförmig ausgeschnitten.

Die Larve entwickelt sich aus einem Ei in etwa sechs Wochen in mehreren Stadien zum Insekt. Sie ist dem erwachsenen Tier in der Form, aber nicht in der Farbe ähnlich.

Jedes Weibchen legt insgesamt etwa 200 Eier, am Tag 1 – 12.

Diese Schädlinge verbergen sich tagsüber in Verstecken, wie etwa Ritzen, in der Matratze usw., meist aber ausschließlich in Schlafräumen (von Warmblütlern). Bettwanzen sind Blutsauger. Nach ihrer Nahrungsaufnahme sind die Insekten verdickt und rotschwarz gefärbt. Erwachsene Tiere sind sehr resistent gegen Kälte und können lange ohne Nahrung auskommen. Wanzen hinterlassen bei starkem Befall einen widerlichen, süßen Geruch im Raum.

Geschichte

Man vermutet, dass sich die Bettwanze in Asien entwickelte. Zusammen mit den Menschen hat sie von dort aus die Welt besiedelt.

Die Bettwanze ist seit dem Altertum im Mittelmeerraum bekannt. Ins Innere Europas gelangte sie erst als die Menschen sich wohnliche Wohnungen zu bauen begannen, in welchen Temperatur und Luftfeuchtigkeit wanzengerecht waren. Dies geschah erst im 17. Jahrhundert. Seitdem hat sich die Bettwanze stark verbreitet.

Da sich heute die Hygiene in unseren Wohnungen wesentlich verbessert hat, sind Bettwanzen eher selten anzutreffen.

Schaden

Wenn ein Mensch oder ein anderer Warmblütler von einer Wanze gestochen wird, benötigt die Wanze bis zu zehn Minuten, um ihre Nahrung aufzunehmen (bis zum Siebenfachen ihres vorherigen Gewichts). Ihr Speicheldrüsensekret ist toxisch und ruft bei den meisten Menschen noch mehr als eine Woche später Juckreiz hervor. Bei empfindlicheren Menschen kann es zu großflächigen Hautentzündungen, Unbehagen und Sehstörungen kommen. Es gibt geeignete Insektizide zur Bekämpfung.




     
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