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Bertelsmann AG



Die Bertelsmann AG ist ein bedeutendes, internationales Verlags- und Medienunternehmen.

Table of contents
1 Geschichte
2 Weblink

Geschichte

Im Juli 1835 gründet der Drucker Carl Bertelsmann den C. Bertelsmann Verlag mit angeschlossener Druckerei in Gütersloh. Zunächst auch auf erbauliche christliche Lieder und Texte ausgerichtet öffnet sich der Verlag 1849 unter dem Sohn Heinrich Bertelsmann auch für Belletristik. In den folgenden Jahren wächst der Verlag ständig und hat 1939 bereits 400 Mitarbeiter.

Nach dem Krieg, in dem der Verlag zeitweise geschlossen war baut Reinhard Mohn in fünfter Generation das Familienunternehmen wieder auf. 1950 wird der Bertelsmann Lesering gegründet der später in den Bertelsmann Buchclub aufgeht. 1958 erfolgt der Eintritt in den Musikmarkt mit der Gründung des Schallplattenlabels Ariola. 1964 steigt Bertelsmann auch in den Filmsektor ein und kauft die Ufa Filmproduktionsgesellschaft. Die Anteile an der gleichnamigen Kinokette werden in den siebziger Jahren wieder verkauft. 1969 kauft Reinhard Mohn eine 25% Beteiligung am Hamburger Verlagshaus (Gruner und Jahr), an dem Bertelsmann 1973 die Mehrheitsbeteiligung erwirbt.

Bertelsmann versucht zusehends international an Gewicht zu gewinnen und kauft 1980 Bantan Books, den bis dato größten Verlag der Welt. Zudem wurde 1979 das amerikanische Label Arista erworben. Später kommen auch noch das Plattenlabel RCA und das Verlagshaus Doubleday hinzu. Die Musikaktivitäten werden fortan unter dem Label BMG gebündelt. Nach dem Fall der Mauer expandiert Bertelsmann auch in Osteuropa.

1993 überträgt Reinhard Mohn 68,8 % der Unternehmensanteile der AG auf die bereits 1977 von ihm gegründete Bertelsmann Stiftung. Die Mehrheit der Stimmanteile verbleiben jedoch in der Familie Mohn, so dass diese bis heute letztlich die Kontrolle über das Unternehmen ausübt. In diesem Zusammenhang fiel einmal der Satz Reinhards Mohns: "die Hauptversammlung bin ich".

1995 tritt Bertelsmann zusammen mit AOL in Europa ins Multimediageschäft ein, die Anteile werden jedoch im Jahr 2000 schon wieder für einen zweistelligen Milliardenbetrag an AOL zurückverkauft. 1997 fusioniert die Ufa Film- und Fernseh-GmbH mit der luxemburgischen CLT. Es entsteht unter dem Namen RTL Group der größte Hörfunk- und Fernsehsender Europas. 1998 übernimmt Thomas Middelhoff den Vorstandsvorsitz von Mark Wössner. Unter ihm übernimmt Bertelsmann den Random House Verlag in den USA und bündelt unter diesem Namen künftig seine Buchgeschäfte. Im Jahr 2002 übernimmt Bertelsmann unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Gunter Thielen Zomba Records und stützt damit seine Musiksparte BMG.

Die Bertelsmann AG ist mittlerweile eines der weltgrößten Medienunternehmen mit Niederlassungen in 51 Ländern und mehr als 80.000 Mitarbeitern. Der Umsatz betrug konzernweit im Jahre 2003 16.801 Mio. €, der Gewinn vor Steuern 1.123 Mio. €.

Die Kapitalanteile der Bertelsmann AG verteilen sich Anfang 2004 wie folgt: Bertelsmann Stiftung 57,6%, Groupe Bruxelles Lambert 25%, Familie Mohn 17,3. Die Stiftung verfügt aber nur über stimmrechtlose Aktien. Die Stimmrechtanteile liegen zu 25% bei der Groupe Bruxelles Lambert und zu 75% bei der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft. Letztere wiederum wird von der Familie Mohn kontrolliert. Das stärkste Gewicht fällt dabei auf die zweite Ehefrau Reinhard Mohns, Liz Mohn, die zugleich Mitglied im Aufsichtsrat der Bertelsmann AG ist.

Literatur

Weblink




     
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