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Benjamin Franklin



Benjamin Franklin (* 17. Januar 1706 in Boston, Massachusetts (britische Kolonie); † 17. April 1790 in Philadelphia, Pennsylvania, Vereinigte Staaten von Amerika) war ein nordamerikanischer Politiker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Naturphilosoph, Begründer der American Philosophical Society.

Benjamin Franklin wurde am 17. Januar 1706 als 10. Sohn und 15. Kind eines Seifen- und Kerzenmachers in Boston geboren. Er arbeitete eine Zeitlang in der Druckerei seines Halbbruders James, für dessen Zeitung New England Courant er 1722 anonym vierzehn humorige Essays schrieb. 1723 ging er nach Philadelphia und arbeitete dort erneut in einer Druckerei. Nach einem kurzen London-Aufenthalt macht er sich in Philadelphia einen Namen als selbständiger Verleger. Von 1729–1766 war er Herausgeber der Pennsylvania Gazette, für die er auch zahlreiche Beiträge schrieb. Er veröffentlichte ferner den jährlich erscheinenden, äußerst populären Poor Richard's Almanack (1732–58) und das General Magazine (1741).

Mittlerweile hatte sich Franklin mit Deborah Read vermählt, die ihm einen Sohn und eine Tochter gebar.

In Philadelphia kümmerte er sich unter anderem um die Straßenbeleuchtung, die Krankenhäuser, Bibliotheken und diverse Bildungsinstitute. Daneben war er naturwissenschaftlich und politisch tätig. 1751–53 veröffentlichte er die Resultate seiner naturwissenschaftlichen Arbeit über Elektrizität in seinem Werk Experiments and Observations on Electricity. 1752 erfand Franklin den Blitzableiter. Zwischen 1736 und 1751 war er Beamter, von 1751–64 Mitglied der Colonial Legislatur und stellvertretender Postminister von Philadelphia.

1757–62 und 1764–75 lebte Franklin wieder überwiegend in England, zunächst als Repräsentant für Pennsylvania und später auch für Georgia, New Jersey und Massachusetts. Bei seiner kurzen Rückkehr nach Philadelphia im Jahre 1769 gründete er die American Philosophical Society. Zur Zeit der Stamp Act-Krise avancierte Franklin zum gefeierten Fürsprecher amerikanischer Rechte in London. Im Mai 1775 kehrte er nach Pennsylvania zurück und wurde Mitglied im Kongress. Wenig später saß er bereits im Komitee, das die amerikanische Unabhängigkeitserklärung konzipierte. Er war in Pennsylvania erneut Postminister und auch Präsident beim Verfassungs-Konvent.

1777 schickt ihn der Kongress nach Frankreich, und er macht in Europa als Diplomat Karriere. Als einer von drei Beauftragten leitete er in den Jahren 1776–79 die Verhandlungen, die letztlich zur Allianz mit Frankreich führten.

1785 kehrte Franklin in die Vereinigten Staaten zurück und wurde Präsident des Supreme Executive Council of Pennsylvania. 1787 wählte man ihn zum ersten Präsidenten der Gesellschaft gegen Sklaverei. Seine letzte öffentliche Handlung war, noch im selben Jahr die Verfassung zu unterzeichnen.

Sein ganzes Leben lang veröffentlichte Franklin Traktate und Essays zu allen möglichen Themen, etwa zur Politik, zu rechtlichen und erzieherischen Fragen und zur Bevölkerungskontrolle. Er korrespondierte brieflich mit den verschiedensten Geistern seiner Zeit und schrieb seit 1771 an seiner berühmten Autobiographie, die er aber nie vollendete. Am 17. April 1790 starb er im Alter von 84 Jahren in Pennsylvania.

Berühmtes Zitat:

"Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um etwas Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit." ("Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.")




     
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