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Beda Venerabilis



Beda Venerabilis (dt. Beda der Ehrwürdige, engl. the Venerable Bede) (* um 673 bei Wearmouth in Northumbrien; † 26. Mai 735 Kloster Jarrow) war ein englischer Benediktinermönch, Theologe und Geschichtsschreiber.

Table of contents
1 Zur Person
2 Schriften
3 Literatur

Zur Person

Der angelsächsische Beda wurde um 673 bei Wearmouth in Northumbrien im heutigen Sunderland, Durham geboren. Er kam schon mit sieben Jahren in das Kloster St. Peter und Paul in Wearmouth. Dort wurde er von Benedict Bishop und von Ceolfried erzogen und ausgebildet. Er wurde mit 19 Jahren Diakonus und mit 30 Jahren Priester. Er siedelte 686 ins northumbrische Kloster Jarrow bei Newcastle upon Tyne über, wo er sein weiteres Leben verbrachte. Dort wirkte er als Lehrer, zeichnete sich durch seine umfangreiche schriftstellerische Tätigkeit als Vertreter der northumbrischen Renaissance aus und wurde zu einem der bedeutendsten Gelehrten des frühen Mittelalters.

In seinen historischen Darstellungen zeigt er sich von Dionysius Exiguus beeinflusst. Seine Historia ecclesiastica gentis Anglorum (von Alfred dem Großen in Angelsächsische übersetzt), die "Kirchengeschichte des englischen Volkes" aus dem Jahre 731 zählt aufgrund ihrer neutralen Quellenauswertung sowie durch die von Beda eingeführte Zeitrechnung nach Inkarnationsjahren (d. h. es werden historische Ereignisse mit Jahren nach Christi Geburt verknüpft) zu den maßgeblichen Werken der Historiographie des Abendlandes. Das Werk behandelt die Geschichte Englands von der Eroberung durch Cäsar bis ins Jahr 731; es befasst sich u. a. mit der angelsächischen Festlandsmission bei Friesen und (Alt-)Sachsen; Beda erwähnt auch den fränkischen Teilstamm der Boruktuarier zwischen Ruhr und Lippe, er erwähnt die Missionare Willibrord und Suitbert und gedenkt der Klostergründung Suitberts in Kaiserswerth.

Hauptinteresse jener Zeit war die Berechnung des beweglichen Osterfestes, um es für alle Länder verbindlich und gleichzeitig zu datieren. Beda verteidigte in seinen Schriften über die Zeit (De temporibus, De temporum ratione) den 532-jährigen, alexandrinisch-römischen Osterzyklus gegen die in Irland und England geübte Osterrechnungspraxis (Osterfeststreit, Ostersonntag, Osterdatum). Ebenso berechnete Beda aus biblischen Vorgaben das Datum der Erschaffung der Welt ? er kam auf den 18. März 3952 v. Chr. Die von Beda (und Dionysius Exiguus) geschaffene Zeitrechnung ist die bis heute maßgebliche.

Weitere Werke des Beda Venerabilis umfassen die Naturwissenschaften: die Kosmografie De natura rerum, die Hagiografie: die Vita (et miracula) Cuthberti und das Martyrologium Bedae, die Geschichtsschreibung: eine Biografie über die Äbte von Wearmouth, die Patristik, sowie die Exegese (Kommentar zum Jakobusbrief). Auch Gedichte Bedas sind erhalten, altenglische Werke wie das "Totenlied" soll der Gelehrte ebenfalls verfasst haben. Die Verehrung Bedas besonders im frühen Mittelalter war groß. Dies betraf vor allem seine Wirkung als »Erforscher der Heiligen Schrift«, als Komputist und als Lehrer.

Schriften

Lehrbücher für den Schulgebrauch:

’’De arte metrica’’
’’De schematibus et tropis sacrae scripturae’’
’’De orthographia’’

Theologische Arbeiten:
’’In Apocalypsin’’
’’In Acta’’
’’In Genesim’’
Kommentar zum Jakobusbrief

Hagiografien:
’’Vita sancti Cudbercti’’

Abhandlungen zur Chronologie:
’’De temporibus’’
’’De temporum ratione’’

Altenglische Literatur:
Sog. Totenlied des Beda (?)

Ausgaben aus dem 19. Jahrhundert:

Literatur

  




     
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