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Baum



Dieser Artikel befasst sich mit der pflanzlichen Lebensform Baum, andere Bedeutungen unter Baum (Begriffsklärung)

Als Baum wird in der Botanik eine ausdauernde (mehrjährige) Pflanze bezeichnet, die einen deutlich erkennbaren aufrechten verholzten Stamm besitzt, der aus einer Wurzel emporsteigt und an dem sich oberirdisch Äste befinden, die wiederum Zweige ausbilden. Die Zweige verlängern sich jedes Jahr durch Austreiben von Endknospen, verholzen dabei und nehmen kontinuierlich an Dicke und Umfang zu. Das besondere Merkmal des Baumes ist, dass sein holziger Stamm erst in einer gewissen Höhe eine aus blättertragenden Ästen bestehende Krone entwickelt.

Table of contents
1 Pflanzengruppen, bei denen Bäume vorkommen
2 Die besonderen Merkmale der Bäume
3 Bäume in unterschiedlichen Klimaten
4 Schäden an Bäumen
5 Baumkultur
6 Baumarten
7 Extreme Bäume
8 Weblinks

Pflanzengruppen, bei denen Bäume vorkommen

Bäume kommen in fünf verschiedenen Pflanzengruppen vor: Die bekanntesten sind die Laubbäume (aus den Blütenpflanzen) sowie die Nadelbäume (aus den Nadelholzgewächsen). Beide Pflanzengruppen haben verholzte Stämme.

Daneben kommen drei kleinere Pflanzengruppen vor, die baumartige Strukturen ausbilden: die Palmen, die Palmfarne und die Baumfarne. Diese drei Gruppen besitzen kein echtes Holz mit Dickenwachstum. Daher ist der Stammdurchmesser (von unten nach oben) auch relativ gleichmäßig. Der Stamm entsteht aus den Blattansätzen.

Die Baumform findet sich hauptsächlich in rund 50 höheren Pflanzenfamilien. Dagegen fehlt die Baumform bei Pilzen, Flechten, Algen, Moosen, Liliaceen, Irideen, Hydrocharideen, Najadeen, Scitamineen, Orchideen, Chenopodiaceen, Primulaceen und meist auch bei den Asperifolien, Personaten, Labiaten, Konvolvulaceen, Gentianeen, Campanulaceen, Cukurbitaceen, Doldengewächsen, Saxifragaceen, Papaveraceen, Ranunculaceen oder Karyophyllaceen.

Die besonderen Merkmale der Bäume

Die Blätter

Die Gestaltverhältnisse der Blätter sind wichtige Merkmale, um den Baum an seinem Laub zu erkennen. Es kann ein Baum entweder Laubblätter von unterschiedlicher, meist charakteristischer Form oder Nadelblätter tragen. Nicht minder brauchbar zur Unterscheidung im winterlichen Zustand sind die Knospen des Baums. Manche Bäume sind überdies mit Dornen ausgestattet. Dies sind entweder kurze Zweige, die mit dorniger Spitze endigen, wie beim Weißdorn und bei den wilden Formen der Obstbäume, oder es sind stachelartig ausgebildete Nebenblätter, wie bei der Robinie.

Die Blüten

Die Blüten der Bäume sind meistens verhältnismäßig unscheinbarer als die der krautartigen Gewächse. Viele Bäume haben eingeschlechtige Blüten. Dabei sitzen die Blüten beider Geschlechter entweder auf demselben Baum (wie bei der Eiche, Buche, Hainbuche, Birke, Erle und beim Nussbaum) oder auf verschiedenen, so dass man männliche und weibliche Bäume zu unterscheiden hat (zum Beispiel bei Weiden und Pappeln). Andere Bäume haben Zwitterblüten, und diese besitzen vielfach farbige Blumenblätter, wie die Obstbäume, die Rosskastanie, die Rosen und viele Bäume der wärmeren Klimate.

Frucht- und Samenbildung


Die
Frucht- und Samenbildung zeigt weniger Eigentümlichkeiten. Bei den meisten fällt die Reife in den Sommer oder Herbst desselben Jahres; nur bei den Kiefernarten erlangen die Samen und die sie enthaltenden Zapfen erst im zweiten Herbst nach der Blüte vollständige Ausbildung. Die Früchte sind meistens nussartig mit einem einzigen ausgebildeten Samen, oder sie zerfallen in mehrere einsamige nussartige Teile, wie bei den Ahorngewächsen. Saftige Steinfrüchte ebenfalls mit einem oder wenigen Samen finden sich bei den Obstbäumen, Kapseln mit zahlreichen Samen bei den Weiden und Pappeln.

Der unterschiedliche Wuchs

Die Art, wie der Baum sich aufbaut, zeigt Verschiedenheiten, und damit hängt zum Teil auch das Charakteristische seines Aussehens zusammen. Bei den baumartigen Farnen und bei den meisten Palmen findet sich ein einfacher Stamm, der mit einer einzigen großen Gipfelknospe endigt, daher keine Äste bildet und am Ende mit seinen dicht übereinander stehenden riesenhaften, meist gefiederten Blättern besetzt ist. Bei den dikotyledonen Bäumen wächst der Stängel des Keimpflänzchens heran zum Anfang des künftigen Baumstammes. Bei den Wuchsverhältnissen der Stämme bemerkt man aber in der Regel schon von den ersten Lebensjahren an zahlreiche Unterschiede. Entweder bildet sich der Keimstängel an der Spitze durch seine dauernd erhalten bleibende Gipfelknospe regelmäßig weiter und wird zum geraden, bis zur höchsten Spitze durchgehenden Baumstamm, wie beispielsweise bei der Fichte, Tanne und Lärche, an welchen sich dann seitlich die zahlreichen horizontal abgehenden Äste ansetzen, wodurch die Krone die pyramidenfnförmige Gestalt erhält, die schlanker wird, wenn sich auch die Äste steil am Stamm aufwärts richten, wie bei der italienischen Pappel. Oder der Stamm zeigt zwar auch längere Zeit dieses Verhalten, doch später folgen ihm einer oder mehrere seiner Äste in bald schrägerer, bald steilerer Richtung sowohl im Höhenwuchs als in der Erstarkung nach oder überholen ihn oder übernehmen nach gänzlicher Unterdrückung des Hauptstammes allein die Fortbildung, so dass also der Stamm nicht bis in den Gipfel reicht, sondern sich in seiner Krone in mehrere starke Hauptäste teilt, wie bei der Kiefer, der Pappel, der Eiche, dem Apfelbaum und vielen anderen Bäumen. Oder es verliert der Hauptstängel schon in den ersten Lebensjahren seine Fortbildungsfähigkeit, indem er nämlich die Angewohnheit hat, an seinem Ende sich in horizontaler Richtung zu neigen. Die Endknospe, welche ihn in diesem Fall nur in der letztgenannten Richtung verlängern würde, schlägt dann regelmäßig fehl, oft samt dem ganzen waagerecht gewordenen Endstück, und eine der letzten Seitenknospen des vertikal stehenden Stammteils wächst im folgenden Jahr zu einem kräftig aufschießenden, zuletzt aber am Ende wieder horizontal gerichteten Trieb empor, welcher sich dann gerade so verhält wie sein Vorgänger. Da dies alljährlich geschieht, baut sich hier der Stamm auf aus so vielen einzelnen auseinander hervorgegangen Ästen verschiedenen Grades, wie er Jahre alt ist, und erscheint dann im erwachsenen Zustand ebenso regelmäßig und gerade wie diejenigen Stämme, welche durch stetige Verlängerung einer Hauptachse gebildet sind. Diese Stammbildung ist charakteristisch für die Ulme, Buche, Hainbuche, Linde.

Einzeln stehende oder zusammen stehende Bäume


Von großem Einfluss auf die Wuchsform ist bei allen Bäumen der Umstand, ob sie frei stehen oder eng mit anderen Bäumen zusammen aufgewachsen sind. So kann zum Beispiel bei der
Rotbuche, wenn sie frei steht, eine Krone schon in geringer Entfernung vom Boden entstehen, indem hier nicht selten wenig über Mannshöhe die ersten, horizontal ausstreichenden Äste sich am Stamm ausbilden. Im geschlossenen Rotbuchenwald dagegen tragen die säulenförmigen Stämme erst in sehr beträchtlicher Höhe spitzbogenartig aufstrebende Äste, auf denen sich erst dann das Laubdach über den hohen Säulenhallen ausbreitet. Ähnliche Verhältnisse zeigen auch meistens die anderen Bäume bei freiem und bei geschlossenem Stand. Daneben finden sich bei einigen Varietäten auch so genannte "Trauerbäume", bei denen sämtliche Zweige zur Erde niederwachsen. Die bekannteste "trauernde" Varietät ist die Traueresche; doch kennt man auch bei vielen anderen Bäumen "Trauerbäume", so beispielsweise bei den Ulmen, Linden etc.

Die Wurzel

Auch in der Wurzelbildungbildung unterscheiden sich die Bäume. Manche behalten die Hauptwurzel, die sich am Keimpflänzchen entwickelt, ihr ganzes Leben hindurch. Die Hauptwurzel wächst dann als gerade, dicke Pfahlwurzel tief in den Boden hinab, was besonders für die Eiche charakteristisch ist. In anderen Fällen bleibt die Pfahlwurzel frühzeitig zurück; aus dem Stock entwickeln sich mehrere Seitenwurzeln, und diese wachsen entweder auch zu beträchtlicher Tiefe in schiefer Richtung in den Boden hinein, wie zum Beispiel bei der Linde, oder sie halten sich nur oberflächlich und breiten sich dabei oft weit im Umkreis aus, wie bei den Pappelarten. Überdies erzeugt ein stets lockerer und tiefgrundiger Boden eine tiefere Wurzelausbildung. Ist die Bodenbeschaffenheit dagegen bindiger und flachgrundiger, kommt es zu einer oberflächlicheren Wurzelausbildung. Die einkeimblättrigen Bäume haben nie eine Pfahlwurzel; ihr Stamm endet nahe unter der Bodenfläche und ist mit seitlich aus ihm hervorkommenden Nebenwurzeln im Erdreich befestigt.

Die Anatomie der Stämme und Zweige und das Dickenwachstum

Hinsichtlich des inneren Baues des Baumstammes weichen die zu den Einkeimblättrigen gehörigen Bäume, nämlich die Palmen, von den Zweikeimblättrigen erheblich ab. Bei ersteren stehen die Gefäßbündel im Grundgewebe zerstreut, weshalb es auch keinen Kambiumring, keinen Holzzylinder und somit auch kein fortdauerndes Dickenwachstum des Stammes gibt. Bei den zu den Dikotyledonen gehörigen Bäumen besitzt der Stamm schon in der frühesten Jugend als dünner Stängel einen unter der Rinde gelegenen Kreis von Leitbündeln, welcher den Rindenbereich vom innen liegenden Mark scheidet. Dieser Leitbündelring stellt in seiner inneren, dem Mark anliegenden Hälfte das Holz und im äußeren, an die Rinde angrenzenden Teil den Bast dar; zwischen beiden zieht sich der Kambiumring hindurch. Dieser wird aus zarten, saftreichen, sich ständig teilenden Zellen gebildet und vergrößert durch seinen laufenden Zellvermehrungsprozess die beiderseits ihm anliegenden Gewebe. So wird alljährlich an der Außenseite des Holzringes eine neue Zone Holzgewebe angelegt, wodurch die Jahresringe des auf diese Weise erstarkenden Holzkörpers entstehen, die man als konzentrische Linien am Stammquerschnitt wahrnimmt. Andererseits erhält aber auch der weiter außen liegende Bast an seiner Innenseite einen jährlichen, wenn auch weit geringeren Zuwachs. Auf diese Weise kommt die dauernde Verdickung des Stammes und aller seiner Äste sowie auch der Wurzeln zustande.

Das Alter, der Stammumfang und die Höhe der Bäume


Die Bäume können bei ungestörter Vegetation und unter günstigen Verhältnissen ein außerordentliches Alter erreichen. Mit dem hohem Alter, das oft mehrere Jahrhunderte betragen kann, ist in der Regel eine ungewöhnliche Dicke des Stammes, aber nicht immer eine entsprechende Höhe verknüpft. Die ältesten, stärksten und höchsten Individuen der Erde gehören zu den Affenbrot-, Drachen- und Gummibäumen, zu den Eichen, Linden, Platanen, zu den Palmen sowie zu den Nadelbäumen. Aloys de Cadamosto fand 1454 an der Mündung des Senegal Stämme des Affenbrotbaums (Adansonia digitata) von ungefähr 32 m Umfang; andere Reisende geben den Durchmesser der gleichen Stämme mit 8-9,4 m bei 22 m Höhe an. Spätere Reisende fanden die 300 Jahre früher von den ersten Besuchern eingeschnittenen Inschriften im Innern des Stammes wieder, und nach dem Maßstab, der sich daraus für die Verdickung des Stammes ergab, schätzte man das Alter mancher dieser Riesen auf ca. 6000 Jahre. Der durch einen Sturm zerstörte Drachenbaum (Dracaena draco L.) von Orotava auf den Kanarischen Inseln, der von Alexander von Humboldt 1799 gemessen wurde, zeigte einen Umfang von 15 m bei einer Höhe von etwas mehr als 22 m. Die Eukalyptusarten erreichen ebenfalls eine Stammstärke von 25 m im Umfang und eine Höhe von mehr als 150 m. Auch der Rosenbaum kann überaus alt werden; von dem so genannten tausendjährigen Rosenbaum (Rosa canina) an der Gruftkapelle des Doms zu Hildesheim ist aber nur der Wurzelstock von 800jährigem Alter. Die größte und mächtigste Eiche in Europa besitzt Deutschland bei Körtlinghausen im Regierungsbezirk Arnsberg. Sie zählt über 1100 Jahre und hat etwa 22 m Höhe und knapp über dem Erdboden einen Umfang von 12,4 m. In Litauen sind Linden von 25,7 m Umfang und 815 Jahresringen gefällt worden. Zu den durch ihre Größe berühmten Linden gehört auch diejenige bei Freiburg im Üchtland in der Schweiz, welche schon zur Zeit der Schlacht bei Murien wegen ihres Umfanges bekannt war, und die bei Neuenstadt am Kocher in Baden-Württemberg, welche eine Chronik schon 1226 als den "großen Baum an der Heerstraße" bezeichnet. Die morgenländische Platane (Platanus orientalis) erreicht auch im Süden Europas wie im Orient einen Riesenwuchs. Plinius der Ältere erwähnt einer Platane, deren Stamm 25,4 m im Umfang hatte. Im Tal Bujukdere bei Istanbul fand man eine hohle Platane von 28 m Höhe und 15,7 m Stammumfang, deren Alter auf mehrere Tausend Jahre geschätzt wurde. Ein bekannter Kastanienbaum am Ätna, dessen Stamm sich mehr durch Breite als durch Höhenwuchs auszeichnet, ist mehrere Jahrhunderte alt; in seinem Innern sollen angeblich 100 Pferde Platz gehabt haben. Bei den Palmen findet man die über 56,5 m hohen Stämme von Ceroxylon andicola im gemäßigten Alpenklima der Anden. Von den Nadelholzgewächsen endlich sind die Araukarien in Brasilien, Chile, Australien, auf den Norfolkinseln und in Neukaledonien 53-88 m hoch. Pinus grandis in Neukalifornien erreicht 59-65 m, Pinus lambertiana 65-68 m. Pinus strobus (die "White Pine" der Nordamerikaner) in New Hampshire wird öfters 74-78 m hoch. In Kalifornien gibt es Rottannen von 85,5 m Höhe, in Western Oregon solche von 94 m Höhe. Weißtannen von 63 m Höhe und 4-5,6 m Umfang finden sich auf dem Kübany im Quellgebiet der Moldau. In einem geschützten Tal der kalifornischen Sierra Nevada steht die 1850 entdeckte Familie von 90 riesigen Exemplaren der Wellingtonia gigantea. Einer dieser Bäume, den man mit abgebrochener Krone am Boden liegend fand, soll rund 140 m hoch gewesen sein. Das Alter eines anderen Baumes, den man gefällt hatte, ist aus den Jahresringen auf mehr als 3000 Jahre berechnet worden. Die Zedern des Libanon sind weltberühmt; ihre Stämme haben einen Umfang von bis 12,5 m bei 25-28 m Höhe. Sie kontrastieren sonderbar mit unseren nur in der Dicke kolossalen Eibenbäumen (Taxus baccata), die aber unter allen europäischen Baumarten das höchste Alter erreichen. So ergab sich beispielsweise für den Taxus baccata von Brabum in der englischen Grafschaft Kent ein Alter von drei Jahrtausenden. Unsere größten Tannen und Fichten erreichen mitunter eine Höhe von 47 m bei einer Stärke von 3,7 m im Umfang; ihren stattlichen Wuchs vollenden sie in 120-150 Jahren, obwohl sie 300 Jahre und noch älter werden können. Im Böhmerwald gibt es Fichten von 63 m Höhe.
Maße und Alter berühmter Bäume
Baum Standort Stammumfang Geschätztes Alter/Jahre
Efeu (Hedera helix) Gignac bei Montpellier 1,8 m 440
Eiche (Quercus robur) Newland (England) 13 m -
Linde (Tilia platyphyllos) Bad Staffelstein (Franken) 16 m 1.100
Feldulme (Ulmus carpinifolia) Schimsheim (Rheinhessen) 13 m 1.000
Platane (Platanus orientalis) Stanchio (Insel Kos - 2.000
Platane Böjük-Dereh am Bosporus 47 m -
Edelkastanie (Castanea sativa) Bei Catania am Ätna 20 m 2.000
Feigenbaum (Ficus religiosa) Nerbuddastrom (Indien) Höhe 60 m 2.000 bis 3.000
Eibe (Taxus baccata) Braburn (Kent) 18 m 3.000
Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) Mariposa (Kalifornien) 37 m 3.000 bis 4.000
Affenbrotbaum (Adansonai digitata) Tanganjika 47 m 5.000
Sumpfzypresse (Taxodium mucronatum)

Santa Maria del Tule
(Oaxaca, Mexiko)
ca. 30 m 4.000 bis 6.000

Bäume in unterschiedlichen Klimaten

In den Tropen findet sich der üppigste Baumwuchs; zudem sind es lauter eigentümliche Baumarten, welche dort die Urwälder bilden. Sie gehören vorzugsweise den Familien der Palmen, Euphorbiaceen, Urticeen, Melastomaceen, Sapindaceen, Malvaceen, Büttneriaceen, Meliaceen, Leguminosen, Sapoteen und Cinchonaceen an. In der subtropischenen Zone findet man Bäume unter den immergrünen Myrtaceen und Laurineen sowie Proteaceen, denen sich in der wärmeren gemäßigten Zone andere immergrüne Bäume anschließen, so die immergrünen Eichen, Granatbäume, Orangenn und Zitronen, Ölbäume, Feigen sowie Myrte und Lorbeer. Dagegen sind in der kälteren gemäßigten Zone die laubwechselnden Bäume vorherrschend. Eichen- und Buchenwälder, Linden, Ulmen, Eschen, Pappeln, Weiden sind hier charakteristisch. Und obgleich auch hier bereits Nadelhölzer in zusammenhängenden Waldungen auftreten, werden diese doch erst in der subarktischen Zone eigentlich vorherrschend, wo die Laubbäume einer nach dem anderen verschwinden. Überhaupt werden die Bäume, je mehr man sich den Polarkreisen nähert, geringer an Zahl und kleiner. Eichen, Linden, Eschen, Ahorne und Buchen hören in Schweden schon diesseits des 64. Grades nördlicher Breite auf. Jenseits dieser Breite besteht die Baumvegetation hauptsächlich aus Fichten und Tannen, die in zusammenhängenden Waldungen nordöstlich noch über den 60. Grad hinausreichen, sowie aus Birkenn, die in zusammenhängenden Waldungen sich fast bis zum 71. Grad nördlicher Breite erstrecken, und zum Teil aus Ellern und Weiden.

Auch die Höhe über dem Meeresspiegel hat auf die Ausbreitung und Höhe der Baume, natürlich im Verhältnis zur Entfernung vom Äquator und zum Klima, bedeutenden Einfluss. In den Anden finden sich noch bis 94 m unter der Schneelinie ansehnliche Bäume; bis 2825 m Höhe gedeihen noch Wachspalmen, mehrere Cinchonen und Eskallonien. Unter 30 Grad nördlicher Breite, wo die Schneegrenze bei 4048-4080 m liegt, kommen auf dem Himalaja, nördlich von Indien, noch in 3766 m Höhe Baumgruppen vor, die aus Eichen und Fichten bestehen. Ebenso sind in Mexiko, unter 25-28 Grad nördlicher Breite, die Gebirge bis 3766 m mit Fichten und bis 2825 m hoch mit mexikanischen Eichen bedeckt. In den Alpen des mittleren Europa hört der Holzwuchs bei einer Höhe von 1570 m, im Riesengebirge bei 1193 m und auf dem Brocken bei 1005 m auf. Eichen und Tannen stehen auf den Pyrenäen noch bis zu einer Höhe von 1883 m; dagegen wächst die Fichte auf dem Sulitelma in Lappland, bei 68 Grad nördlicher Breite, kaum in einer Höhe von l 88 m, die Birke kaum in einer von 376 m.

Schäden an Bäumen


Schäden, denen die Bäume ausgesetzt sind, erfolgen durch Windbruch, Windfall, Schneebruch, Blitzschlag oder
Frost. Die verschiedenen Krankheiten, von denen sie befallen werden können, bezeichnet man als Brand, Krebs, Grind oder Schorf, Baumkrätze, Rost, Mehltau, Rot- oder Kernfäule, Gelbsucht, Harzfluss, Gummifluss, Darrsucht, Wassersucht, Aufspringen der Rinde. Missbildungen an Bäumen sind die Maserkröpfe, die Hexenbesen oder Wetterbüsche sowie die Gallen.

Baumkultur

Baumkultur zum Zweck der Gewinnung von Holz, Zweigen, Rinden, Laub, Blüten, Früchten, Samen oder einzelnen chemischen Bestandteilen (Terpentin, Zucker, Kautschuk, Balsame, Alkaloide etc.) bildet einen Teilbereich der Forstwirtschaft, der Landschafts- und Nutzgärtnerei. Mit der Lehre von den Bäumen (Gehölzen), welche in einem bestimmten Land im Freien gedeihen, beschäftigt sich die Dendrologie. Anpflanzungen von Bäumen in systematischer oder pflanzengeographischer Anordnung, die Arboreten, dienen ihr zu Beobachtungs- und Versuchszwecken. Bäume können vegetativ, d.h. durch Pflanzenteile oder generativ durch AusSaat vermehrt werden

Baumarten

Laubbäume

Nadelbäume

Sträucher, die auch baumartig oder als Heister wachsen können

Extreme Bäume

Weblinks




     
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