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Balalaika



Die Balalaika ist ein dreieckiges Zupfinstrument der russischen Volksmusik mit drei Saiten.

Table of contents
1 Typen und Techniken
2 Geschichte
3 Weitere Links

Typen und Techniken

Die moderne Balalaika gibt es in sechs Größen:

Als Soloinstrument wird meist die "Prima" in der Stimmung E E A verwendet, wobei die zwei tiefen Saiten gleich gestimmt sind.

Die drei kleinsten Balalaikas sind ursprünglich mit Darmhaut, heute meist mit Nylonsaiten oder Stahlsaiten bezogen.

Eine wichtige Technik des Balalaikaspiels besteht darin, mit dem linken Daumen die tiefen Saiten von oben zu greifen (insbesondere beim Spielen von Akkorden). Die rechte Hand zupft oder schlägt die Saiten bei den kleineren Modellen und verwendet ein Plektron bei den größeren Modellen. Durch die enorme Größe der Kontrabass Balalaika ist das Plektron dort nicht selten aus Schuhleder oder Sohle.

Geschichte

Vermutlich wurde die (Ur-)Balalaika von den Mongolen aus Zentralasien nach Russland gebracht. Von dort wurden mehrere verwandte Instrumente weiterverbreitet, u.a. die persische Setar, die usbekische Dutar unddie türkische Saz. Ähnlich wie diese Instrumente, so zeigen frühe Exemplare der Balalaika mit zwei bis sechs Saiten. Die frühen Balalaikas waren mit verschiebbaren Bünden versehen, wie es bei der Saz bis heute üblich ist. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte die Balalaika ihren charakteristischen dreieckigen Korpus und bekam einen kürzeren Hals.

Die Balalaika war jahrhundertelang ein beliebtes Instrument auf dem russischen Land, besonders bei den skomorokhi, einer Art Gauklervorführung, die bei Zar, russischer Kirche und der russischen Gesellschaft allgemein als anstößig galt. Aus diesem Grund war das Balalaikaspiel wiederholt verboten worden.

Im späten 19. Jahrhundert begann der russische Adlige Vassily Vassilievich Andreyev, die Balalaika für die Nutzung im Orchester zu standardisieren. Er entwickelte die verschiedenen Größen und deren Stimmungen, wie sie heute verwendet werden. Andreyev brachte auch zwei weitere alte russische Instrumente wieder in Gebrauch: Die Domra, ein dreisaitiges Melodieinstrument und die Gusli, ein harfenähnliches Instrument mit Klaviatur.

Weitere Links




     
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