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Atemgift



Atemgifte sind primär Stoffe, die eine schädigende Wirkung auf den Mensch haben, wenn diese über die Atemwege aufgenommen werden.

Kontaktgifte zählen im strengen Sinne nicht zu den Atemgiften, da diese vornehmlich über die Haut aufgenommen werden.

Die Wirkung der Atemgifte ist sehr unterschiedlich, aber prinzipiell abhängig von der Konzentration und der Einwirkungsdauer. Die schädigende Wirkung kann zum sofortigen Tod (z.B.Blausäuredämpfe) oder zu einer chronischen Schädigung (z.B. bei Asbest) führen.

Table of contents
1 Einteilung der Atemgifte
2 Schutz vor Atemgiften
3 Siehe auch
4 Weblinks

Einteilung der Atemgifte

Atemgifte kann man anhand der schädigenden Eigenschaften einteilen. Die Atemgifte werden nach ihrer Hauptwirkung in 3 Gruppen eingeteilt:

Atemgifte mit erstickender Wirkung

Diese Atemgifte sind nicht im eigentlichen Sinne giftig, sondern sorgen in hoher Konzentration als Stickgase für die Verdrängung des zur Atmung notwendigen Sauerstoffs. Die Anwesenheit dieser Stickgase (innerte Gase), beziehungsweise das Fehlen des notwendigen Sauerstoffes, in der Umgebungsluft ist nicht mit den menschlichen Sinnesorganen wahrnehmbar.

Stadien des Sauerstoffmangels:

Beispiele sind
Stickstoff, Wasserstoff, Helium,Argon

Kohlendioxid gehört nicht zu den Stickgasen, da bereits weit unterhalb der erstickenden Konzentration eine Wirkung auf das Nervensystem eintritt (s.u.).

Einziger Schutz ist das Tragen von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten, beispielsweise Pressluftatmern.

Atemgifte mit Reiz- und Ätzwirkung

Diese reizen oder zerstören das Gewebe der Atemwege, und sorgen für eine oft lange dauernde Schädigung. Man unterscheidet sie in leicht- und schwer wasserlöslich. Die leicht wasserlöslichen Atemgifte reagieren in den oberen Atemwegen (Mund, Nase, Rachenraum) und wirken dort schädigend. Die schwer wasserlöslichen Atemgifte gelangen in die unteren Atemwege (Trachea, Bronchien und Alveolen) und wirken dort nach einer Latenzzeit schädigend auf den Körper, es kommt dann zum Lungenödem.

Dadurch ergibt sich, dass wasserlösliche Reizgifte weniger gefährlich sind als nicht wasserlösliche. Abgesehen von der Ätzwirkung, werden wasserlösliche Reizgase durch den Menschen bereits in ungefährlichen Konzentrationen wahrgenommen, so dass rechtzeitig Schutzmaßnahmen durchgeführt werden können.

Beispiele sind: Säuredämpfe, Ammoniak, nitrose Gase, Laugendämpfe, Stäube von Kali oder Ätznatron

Atemgifte mit Wirkung auf Blut, Nerven und Zellen

Diese Atemgifte werden über die Atmungsorgane in das Blut aufgenommen, wo sie in anderen Körperorganen wirken oder eine direkte Hirnschädigung hervorrufen, sie können ebenso den Sauerstofftransport im Blut beeinflussen (Kohlenmonoxid das sich an das Hämoglobin bindet).

Beispiele sind: Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Blausäure, Alkohole, Dioxine und die chemischen Kampfstoffe Tabun, Soman, Sarin, VX

Diese Atemgifte können prinzipiell auch über die Haut aufgenommen werden. Da dies aber wesentlich langsamer geschieht, ist die Gefahr der Aufnahme über die Atemwege dringender.

Schutz vor Atemgiften

An Einsatzstellen, wo mit Atemgiften zu rechnen ist, muß geeigneter Atemschutz verwendet werden.

Siehe auch

Portal Feuerwehr, Themenliste Feuerwehr

Weblinks




     
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