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Asterix



Dieser Artikel handelt von dem Helden einer Comicserie, andere Bedeutungen siehe unter Asterix (Begriffsklärung).


Asterix ist der Held einer gleichnamigen französischen Serie von Comicbüchern und Filmen der Autoren René Goscinny und Albert Uderzo.

Table of contents
1 Inhalt
2 Figuren
3 Bände
4 Filmographie
5 Juristisches
6 Weblinks

Inhalt

Asterix und sein Freund Obelix leben in einem kleinen Dorf im Nordwesten Galliens. Es ist der einzige Teil des Landes, der nicht bis zum Jahre 50 v. Chr von Gaius Julius Caesar erobert wurde. Die Einwohner des Dorfes haben aufgrund eines Zaubertrankes, der vom Druiden Miraculix gebraut wird, übermenschliche Kräfte. Asterix zeichnet sich durch besondere Intelligenz aus, Obelix - von Beruf Hinkelsteinhersteller - durch enorme Kraft, da er als Kind in einen Kessel mit Zaubertrank gefallen ist, dessen Wirkung seither anhält. Auf vielen Abenteuern werden sie von Obelix' kleinem Hund Idefix begleitet. Viele Bücher der Asterix-Reihe drehen sich um Versuche der römischen Armee, den Druiden am Brauen des Zaubertranks zu hindern oder den Zaubertrank für eigene Zwecke zu nutzen. Natürlich scheitern diese Versuche regelmäßig an Witz und Stärke von Asterix und Obelix.

In vielen Büchern geht es auch um Reisen von Asterix und Obelix in alle Teile der antiken Welt (und darüber hinaus). Dabei werden spezifische Eigenarten der Völker aus französischer Sicht parodiert. So werden die Briten bei der Rasenpflege einzelner Halme dargestellt, die pünktlich um 5 Uhr ihre Tasse heißes Wasser mit Milch (Teeblätter werden erst durch Asterix als Kulturbringer eingeführt) trinken. Die Goten (sinnbildlich für Deutschland) erscheinen mit Pickelhaube à la Otto von Bismarck, die Normannen als furchtlose Krieger, die Calvados aus Schädeln trinken. Asterix und Obelix müssten eigentlich auch als Entdecker Amerikas gelten, da sie bereits 1.050 Jahre vor Leif Eriksson dort waren und wieder heil zurückkehrten (Band 22: Die große Überfahrt).

Gleichwohl stellen die Asterix-Bücher die Welt zur Zeit des Imperium Romanum mit für dieses Genre erstaunlicher Genauigkeit dar, die aber immer wieder humorvoll durch Anachronismen gebrochen wird. Goscinny erweist sich hierbei als exzellenter Kenner der Antike, ausgestattet mit einem äußerst subtilen Humor. Aber auch seine Erfahrungen mit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg prägen die Grundidee der Asterixgeschichten: Das unbeugsame Dorf symbolisiert die Resistance, das Römische Reich steht für die deutschen Eindringlinge. Nach Goscinnys Tod führte der Zeichner Uderzo die Comicreihe fort. Für viele Asterixkenner ist diese Zäsur deutlich erkennbar.

Die Bücher wurden in rund 80 Sprachen übersetzt, darunter auch Latein, Griechisch und Plattdeutsch, hinzu kommen zahlreiche Dialekte, insbesondere in Deutschland. Regelmäßig werden in den Texten auch lateinische Sprichwörter und Zitate verwendet (z.B. alea iacta est), neu geprägt wurde delirant isti Romani = Die spinnen, die Römer. Die lateinischen und französischen Fassungen werden auch gerne im Fremdsprachenunterricht eingesetzt.

Typisch für die Asterix-Comics sind sprechende Namen für viele Nebencharaktere, die von Sprache zu Sprache wechseln, z.B.

Eine Deutsche Übersetzung, die sich aber zu sehr vom Original entfernte, erschien zuerst im Kauka-Verlag. Asterix und Obelix wurden zu den Germanen Siggi und Barbarras, die Römer erhielten Züge der amerikanischen Besatzungstruppen und der Ton war eher reaktionär. Deshalb entzogen Goscinny und Uderzo dem Kauka-Verlag die Rechte.

Figuren

siehe Figuren aus Asterix

Bände

In Klammern ist die Nummer des französischen Originalbandes angegeben, falls diese von der deutschen Fassung abweicht. Die Bände 2 bis 7 sind in Deutschland u.a. wegen des großen Erfolges des Zeichentrickfilms "Asterix und Kleopatra" in einer anderen Reihenfolge erschienen. Beim Lesen empfiehlt es sich aber, die französische Originalreihenfolge einzuhalten, da sonst einige Chronologiefehler entstehen (z.B. die Treffen mit den Piraten und das Auftauchen von Idefix).

Daneben existieren verschiedene Bände mit Kurzgeschichten, Spielen oder auch gallischen Rezepten, die nicht in die Zählung der Asterix-Abenteuer aufgenommen wurden. Zum Beispiel: Asterix plaudert aus der Schule, Wie Obelix als kleines Kind in den Zaubertrank gefallen ist

Ferner existiert eine kleine Anzahl an Raubdrucken aus der Protestbewegung der 1980er Jahre. In diesen illegal gehandelten Heften wurden Bilder aus verschiedenen Originalausgaben zusammenmontiert und mit einem neuen Text versehen.

So will beispielsweise in Asterix und das Atomkraftwerk Julius Cäsar einen Brutus Rapidus an Stelle des gallischen Dorfs bauen.

Filmographie

Zeichentrickfilme

Realfilme

Juristisches

Asterix und Obelix sind eingetragene Marken des Verlags Les Éditions Albert René (Paris), der diese rücksichtslos durchzusetzen versucht. So wurde beispielsweise eine Website namens Mobilix.org wegen angeblicher Verwechslungsgefahr mit Obelix verklagt, der Verlag gewann diesen Rechtsstreit.

Weblinks

 




     
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