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Arianespace



Das Unternehmen Arianespace wurde 1980 gegründet und ist derzeit für Betrieb und Vermarktung der europäischen Trägerrakete Ariane 5 zuständig. Haupt-Anteilseigner ist der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, der etwa 28 % des Unternehmens hält. Arianespace ist schwerpunktmäßig in Frankreich beheimatet. Die europäischen Trägerraketen starten vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana.

Geschichte

Weltweite Bedeutung erlangte das Unternehmen durch den äußerst erfolgreichen Betrieb der Trägerrakete Ariane 4, die 115 mal mit einer Zuverlässigkeit von 94,55 % in den Himmel abhob. Dies brachte Arianespace sowie der europäischen Raumfahrtindustrie vor allem im Vergleich zur amerikanischen und russischen Start-Anbietern großes Ansehen bei den Kunden ein, die ihre Satelliten mit Arianespace starten.

Mit dem letzten Start der Ariane 4 endete am 15. Februar 2003 vorerst der Siegeszug der europäischen Trägerraketen. Denn der Nachfolger, die Ariane 5 hat nach mehreren Fehlstarts Probleme, ähnliches Vertrauen bei den Kunden zu erhalten, wie dies mit der Ariane 4 gelang.

Aus diesem Grund wird in näherer Zukunft das Angebot an Trägerraketen erweitert. Zum einen soll die Rakete Vega Nutzlasten bis 1,5 Tonnen in den Orbit transportieren können und damit den Satellitenmarkt unterhalb der leistungsstärkeren Ariane 5 abdecken. Zum anderen wird das Trägerangebot zusätzlich um die russische Sojus-Rakete erweitert. Diese soll in einer neuen Version ab 2006 vorerst unbemannt von Kourou aus starten. Bisher startete die Sojus nur von russischen Weltraumbahnhöfen aus.

In der Vergangenheit musste Arianespace mehrfach Finanzspritzen aus dem Topf der Europäischen Raumfahrtbehörde bekommen, um zu überleben. Zuletzt entschied der ESA-Ministerrat im Februar 2004 das Unternehmen zu unterstützen, um Europas unabhängigen Zugang zum Weltraum zu erhalten und die angeschlagene Ariane 5 zu fördern. Ob die Einführung von Vega und Sojus zu einer Belebung des ohnehin weltweit angeschlagenen Satellitengeschäfts führen wird, bleibt abzuwarten.

siehe auch: Ariane 4, Ariane 5, Rakete, ESA, Kourou

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