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Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg



Der amerikanische Unabhängigkeitskrieg dauerte von 1775 bis 1783 und ging zurück auf die Bewegung der Siedler, von der englischen Krone unabhängig zu werden.

Table of contents
1 Vorgeschichte
2 Ausbruch
3 Zusammenbruch der britischen Streitkräfte und Friedensschluss
4 Sonstiges

Vorgeschichte

Bereits zu Beginn der Herrschaft Georgs III (1760 - 1820) sind die Spannungen zwischen dem englischen Mutterland und den Kolonien groß. Ursachen sind die kolonialen Handlungshemmnisse, englische Siedlungsverbote westlich der Appalachen sowie die erheblichen steuerlichen Belastungen. Nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) in Europa zwischen Frankreich und England versuchte England die hohen Kriegskosten unter anderem durch erhöhte Steuern und Abgaben ihrer Überseekolonien auszugleichen. Die Kolonisten forderten Handelsfreiheit und mehr Mitsprache und Eigenständigkeit, die Selbständigkeit wurde nicht angestrebt. Das britische Parlament lehnte 1767 die Kolonistenwünsche ab, statt dessen wurden frei gewordene Truppen nach Amerika geschickt. Die Unabhängigkeitsbewegung wird zunächst von Samuel Adams und Thomas Jefferson geführt. Mehrfach kommt es zu Übergriffen in Boston. Nach dem ersten Boykott 1770 kommt es 1773 zur Boston Tea Party. Die englische Regierung verhängt daraufhin den Ausnahmezustand in Boston. 1774 tritt der erste Kontinentalkongress zusammen. Alle 13 Kolonien (Connecticut, Delaware, Georgia, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, Virginia) verweigern von nun an den Handel mit England. 1775 verhängt König George III. ein totales Handelsembargo gegen Nordamerika.

Ausbruch

Am 19. April 1775 findet das erste Scharmützel einer amerikanischen Miliz mit britischen Truppen bei Lexington statt. Dies ist der Beginn des Unabhängigkeitskrieges. Zunächst ist die Lage der 3 Millionen Siedler aussichtslos: Weder reguläre Truppen noch finanzielle Mittel noch Kriegsmaterial sind in ausreichender Menge vorhanden. George Washington, ein Gutsbesitzer aus Mount Vernon, (Virginia) wird mit dem Oberbefehl durch den Kongress beliehen. Neben den britischen Truppen, verstärkt durch Braunschweiger und hessische Truppen, stehen mehrere englandtreue Indianerstämme und die Loyalisten, englische Siedler, auf der gegnerischen Seite.

Am 4. Juli 1776 erfolgt die Unabhängigkeitserklärung (Declaration of Independence). Alle dreizehn Staaten, die durch die dreizehn Streifen der US-Flagge repräsentiert werden, unterzeichnen die Deklaration, die "Leben, Freiheit und das Streben nach Glück" als universelle Menschenrechte verkündet. 1776 erleiden die Briten bei Trenton und Princeton empfindliche Niederlagen. Die Siedler bedienen sich Guerillataktiken, zudem mangelt es den britischen Streitkräften an Nachschub. Ein weiterer Erfolg der Amerikaner gelingt 1777 bei Saratoga.

Zusammenbruch der britischen Streitkräfte und Friedensschluss

Großbritannien wird im folgenden auch durch den kontinentaleuropäischen Krieg stark gebunden. 1780 entsendet Frankreich Truppen nach Nordamerika. 1781 wird Yorktown genommen. Im Frieden von Versailles 1783 erkennt Großbritannien die Unabhängigkeit der ehemaligen amerikanischen Kolonien an. England verzichtet auf alle Gebiete bis zum Mississippi. Noch weiter westlich lag Louisiana, damals noch französische Kolonie. Doch auch diese sollte nicht mehr lange Kolonie bleiben. Florida war und blieb zuerst noch spanisch. Die Vorherrschaft der britischen Seestreitkräfte auf dem Atlantik war damit gebrochen.

Sonstiges

Zum Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges lebten Schätzungen zufolge zwischen 225.000 und 250.000 Deutsche in den britischen Kolonien, das waren etwas mehr als 10 Prozent der weißen Bevölkerung. In einigen Kolonien, wie Pennsylvania, machten sie mehr als 30 Prozent der Siedler aus.

Siehe auch: Liste von Kriegen, Liste von Schlachten




     
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