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Äsop



Äsop (auch Äsopos) war ein berühmter Dichter von Fabeln und Gleichnissen und lebte um 600 v. Chr.

Äsop praktizierte die im ganzen Altertum beliebte Kunst, praktische Lehren der Lebensweisheit in sinnbildliche Erzählungen (Fabeln, Gleichnisse) einzukleiden. Er soll aus Phrygien stammen und als Sklave mehreren Herren gedient haben, bis ihn der Samier Iadmon freiließ.

Angeblich kam er dann an den Hof des Königs Krösos, dessen Vertrauen er in solchem Maß gewann, daß er ihn zu mehreren Gesandtschaften benutzte; auf einer derselben nach Delphi wurde Äsop von den dortigen Priestern wegen Gotteslästerung ermordet.

Was von seiner Hässlichkeit und Eulenspiegelhaftigkeit gemeldet wird, ist auf Rechnung späterer Erfindungen zu schreiben. Sein Name wurde in der Folgezeit zum Gattungsnamen für die Fabeldichtung überhaupt.

Äsops Fabeln erhielten sich in prosaischer Form lange nur durch Tradition in mündlicher Überlieferung des Volks; eine Sammlung der Fabeln soll zuerst Demetrios Phalereus um 300 v. Chr vorgenommen haben.

Die verschiedenen auf uns gekommenen Sammlungen Äsopischer Fabeln sind teils späte prosaische Auflösungen der Bearbeitung des Babrios in Choliamben, teils Produkte der Rhetorenschulen aus verschiedener Zeit und von verschiedenem Wert.


Äsop ist auch der Name des angeblichen Verfassers einer romanhaften Geschichte Alexanders des Großen, welche um 300 n. Chr von einem Julius Valerius unter dem Titel: "Res gestae Alexandri Macedoms translatae ex Aesopo Graeco" ins Lateinische übersetzt worden ist. Später wurde jedoch das griechische Original in der Pariser Bibliothek entdeckt, wo Kallisthenes als Verfasser genannt ist.


Dieser Artikel basiert auf dem entsprechenden Eintrag in Meyers Konversationslexikon, 4. Auflage von 1888-90




     
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